„Annjeneeeeeeehm“, so der Schlachtruf der Band, wird die Rennradtour für die Radelnden wohl erst, wenn sie ihr Ziel erreicht haben. Vorher stehen dem Team, bestehend aus elf Männern und einer Frau, ganz schöne Herausforderungen in Form von zwei Etappen bevor: von Düsseldorf nach Biedenkopf und von dort weiter nach Fulda. Zwei Tage haben die erfahrenen Hobby-Rennradler für die insgesamt 302 Kilometer und 2540 Höhenmeter eingeplant. Los geht es am frühen Freitagmorgen auf die ersten 187 Kilometer. Nach 1780 Höhenmetern ist für den Nachmittag die Ankunft in Biedenkopf geplant. Dann heißt es verschnaufen, damit man Samstagmorgen gut aus den Federn kommt und ausgeruht wieder in die Sättel steigen kann.
Eine der größten Herausforderungen wird sein, sich am Ende der ersten Etappe zusammenzureißen – denn PaF Cycling steht der Band in puncto Feiern und Umtriebigkeit in nichts nach. Die rund 35 Aktiven des insgesamt circa 80 Mitglieder fassenden Teams prägen mit ihren pink-hellblau-schwarzen Outfits gerade bei ihren zahlreichen Ausfahrten in den Sommermonaten das Stadtbild Düsseldorfs und Umgebung, inklusive anschließendem Come-Together am kultigen Fortunabüdchen, was gerne auch mal länger dauern kann. Ein bisschen Verrücktsein ist da bei allem Anspruch an das Sportliche hilfreich. Entsprechend war die Radtour zum Stadtfest nach Fulda zu Beginn durchdacht. „Als wir alle beim letzten Weihnachtskonzert der Band die frohe Kunde bekamen, dass es 2025 wieder ein Headliner-Gig der Jungs in Fulda gibt, hab ich sofort gesagt: da radeln wir hin“, so Jan Timmermann von PaF Cycling.
Gegründet wurde das Team 2016 nach einer Idee des radsportbegeisterten Greg Gardena, einer der Sänger der Band. Damals fanden sich schnell Mitstreiter für die Teilnahme am „Race am Rhein“ im Planungsvorfeld der Tour de France, die 2017 zum dreitägigen „Grands Départs“ in Düsseldorf zu Gast war. Die Tour zog weiter, das PaF Cycling Team blieb aktiv. Ebenso wie die Band, die seit 25 Jahren Kirmeszelte und verschiedenste Konzertsäle zum Beben bringt. Das Stadtfest in Fulda ist für Manny Montana (Gesang), Terry Tabasco (Bass), Fox (Gitarre), Bobaus Texas (Gitarre), Mikko Leandros (Schlagzeug), Peer Plex (Keyboard) und Greg Gardena etwas ganz Besonderes. „Das Schöne ist natürlich der Spaß und der Charme. Mit Mitte 50 hat das immer noch Klassenfahrt-Charakter. Wenn man Samstag in den Bus steigt, ist man aufgeregt und freut sich. Wenn man Sonntag kaputt und übermüdet aussteigt, ist man froh, dass es vorbei ist. Aber dann erinnern wir uns an all den Spaß und schon planen wir die nächste Fahrt.“
Premiere mit Lack und Leder
Erstmals standen „Porno al Forno“ 2014 auf der Bühne in Fulda, damals noch im Kulturkeller. „Da waren ungefähr 100 Leute“, erinnert sich der Fuldaer Boris Stock. Auf seine und der Initiative von Felix Wesseling (heute Citymarketing Fulda) sowie Wolfgang Worthmann (KUZ Kreuz Fulda) hin wurde die Band erstmals aus Düsseldorf nach Fulda gelockt. „Einige Gäste kamen tatsächlich in Lack und Leder, weil die wohl wegen dem Band-Namen eine etwas andere Party erwartet hatten“, lacht Stock. Solche und ähnliche Geschichten prägen die Bandhistorie von „Porno al Forno“. Manchmal zufällig oder auch geplant, zum Beispiel als die Musiker in Kuhfell-Outfit zum Robbie Williams-Konzert fuhren und unnachgiebig am Bühneneingang behaupteten, sie seien William’s Band. Rein kamen sie damals tatsächlich. Auf die Bühne haben sie es dann aber nicht geschafft. Schade eigentlich. Das wäre für Robbie Williams sicher auch „annjeneeeeeeehm“ gewesen.
Auf den Auftakt der „Wir haben noch keinen Namen für diese Tour 2025“ von „Porno al Forno“ am Samstag, 24. Mai auf dem Stadtfest Fulda folgen im Sommer diverse Gigs in Düsseldorf und Umgebung, bevor es im Dezember die legendäre Horny-XXX-Mas-Party zum 25. Bandjubiläum gibt. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Mehr Informationen zur Band gibt es unter www.porno-al-forno.de.
