Verwandelt Veapis Team den ersten Matchball?
Vier Matchbälle hat Niederaula/Kerspenhausen nun bis zur Meisterschaftsfeier, ab jetzt hat es der Nord-Primus in eigener Hand. Den ersten direkt zu verwandeln wird allerdings alles andere als einfach: Nach 26 Spielen steht die SGNK bislang noch ohne Niederlage und 22 Siegen da. Bei der SGG jedoch in den vergangenen Jahren keinen Auswärtssieg. „Wir haben noch nie, seitdem wir gemeinsam in der Liga sind, gegen dort gewonnen,“, weiß Gäste-Trainer Ernest Veapi. Daher erwartet der Coach einen durchaus anspruchsvollen Kampf. „Das wird eines der schwersten Spiele der Saison“, so Veapi. An eine Meisterschaftsfeier ist in Niedergude noch nicht zu denken. Der Coach selbst möchte erst den nötigen Punkt holen, der noch fehlt, ehe die Mannschaft feiern darf – dann auch gerne mehrere Wochen. „Jeder Gegner wird ernst genommen und es wird mit Respekt rangegangen“, betont er nochmal und fügt an. „Wir versuchen, unser Spiel durchzudrücken. Wir halten die Bälle aber flach“. Falls es nicht gegen Gudegrund klappen sollte, hat die SGNK noch die Möglichkeit gegen Steinbach II, Kiebitzgrund/Rothenkirchen oder Haunetal den Meistertitel feiern zu können. Veapi warnt jedoch: „Wir müssen einen Punkt aus vier Spielen holen. Die müssen aber erstmal gespielt werden. Jeder ist heiß uns zu schlagen und die erste Niederlage zu bringen“.
Oder aber: Es gibt Schützenhilfe: Nur noch Dittlofrod/Körnbach könnte den Primus rechnerisch einholen, bei elf Punkten Rückstand aber eher utopisch. Vielmehr will die SGDK am Wochenende mit einem Sieg in Rudolphshan die Relegation eintüten. Doch auch hier gilt: Bei der SG Michelsrombach/Rudolpshan tat sich das Pomnitz-Team oft schon schwer, und das Schlusslicht wird sicherlich alles daran setzen, die letzten rechnerischen Chancen irgendwie am Leben zu erhalten.
Fischer will im letzten Gemeinde-Derby punkten
Nach vier Jahren ist für Trainer Dennis Fischer Schluss beim TSV Wehyers. Er wird den TSV Pilgerzell übernehmen, der aktuell noch im Abstiegskampf der KOL Mitte steckt. Damit wartet für den Coach am Sonntag ein ganz besonders Spiel beim FSV Thalau. Neben dem Derby-Aspekt hat das Duell der Gemeindenachbarn auch persönliche Hintergründe. „Mein Bruder und ich haben viele Jahre in Thalau gewohnt und dort gespielt“, erklärt der Coach. Nach dem vergangenen 5:4 gegen Schweben, hat der TSV den Klassenerhalt rechnerisch noch nicht ganz geschafft, daher möchte Fischer mit seinem Team in der heißen Schlussphase jetzt noch die „Großen“ der Liga ärgern. „Als Aufsteiger ist es immer ein besonderer Anreiz, die Topteams zu ärgern, und da gehört der FSV dazu. Es ist uns auch noch nicht gelungen bisher“, erläutert Fischer. Das dies allerdings alles andere als einfach wird, ist dem Coach bewusst. Thalau spielt die restlichen Saisonspiele noch um den Aufstieg und hat aktuell die besten Chancen auf den Relegationsplatz zur Gruppenliga – und das trotz der vielen Verletzungsprobleme im Wittiggrund. „Das spricht für den hochdekorierten Kader. Von den Namen ist Thalau am stärksten“, hebt der Coach hervor. Daher gilt es am Sonntag defensiv stabil zu stehen und mit Nadelstichen dem FSV wehzutun. Gerade der Derby-Charakter lasse den Spielausgang in beide Richtungen offen. Auf viel Unterstützung der Fans können beide Mannschaften hoffen. „Weyhers-Anhänger sind ohnehin bei jedem Spiel dabei und unterstützten uns. Und Thalau ist ein fußballverrückter Ort“, weiß Fischer, der bis auf Kapitän Lorenz Leitschuh aus dem Vollen schöpfen kann.
Vogelsberg legte bereits am Freitag mit einem 4:1 gegen Rothemann vor und ist auf dem besten Weg zur Meisterschaft. Thalaus Verfolger Rückers muss die schwierige Aufgabe bei der SG Lauter lösen. Und die SG Löschenrod will sich im Kellerduell gegen Rommerz etwas freischwimmen.
Margretenhaun glaubt weiterhin an Klassenerhalt
Nach der kürzlichen 3:4-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Bimbach steht der RSV erstmals seit Ende der Hinde auf einem Abstiegsplatz. „Das haben wir unglücklich verloren. Es passiert sehr selten, aber es ist halt nun so“, bedauert RSV-Trainer Nikola Milankovic. Am Sonntag (15 Uhr) wartet niemand Geringeres als die SG Marbach/Dietershan im Derby, die gemeinsam mit Margretenhaun erst vor dieser Saison aufgestiegen ist. Sieben Punkte trennen beide Teams voneinander, somit könnte die SGMD in den restlichen vier Spieltagen noch in den Abstiegskampf rutschen, oder aber mit einem Sieg im Heimspiel den entscheidenden Schritt machen. „Marbach ist eine gute und erfahrene Mannschaft. Sie wollen auch die Punkte holen, weil nach unten hin alles eng ist“, ist sich Milankovic durchaus bewusst. Punktetechnisch ist für Margretenhaun noch der Klassenerhalt möglich. Mit 18 Zählern fehlen dem RSV lediglich zwei Punkte auf den Relegationsplatz und sechs aufs rettende Ufer. „Zwölf Punkte sind zu vergeben. Wir spielen in dieser Saison bis zur letzten Sekunde und geben nicht auf“, beschwört Milankovic sein Team. Gegen Nachbar Marbach/Dietershan soll daher etwas Zählbares her, auch wenn es alles andere als einfach wird. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft stimme jedenfalls. „Die Stimmung in der Kabine ist – auch wenn wir keinen Erfolg haben – gut. Die Jungs machen alle mit“, so der Coach. Personell sehe es zu Sonntag aber sehr dünn aus. Neben Muaz Demir (Rot-Sperre) und Dominik Hintze steht hinter den Einsätzen von Florian Bug, Florian Klemenz und Jonas Fröhlich noch ein Fragezeichen.
Vorne ist die SG Sickels Meister und spielt bei Reulbach/Brand vor, während im Rennen um die Relegation FT Fulda im Heimspiel gegen Lüder-Schwarzatal haushoher Favorit ist und nach zwei Pleiten wieder punkten muss. Müs steht gegen Bachrain in Lauterstellung.
Kreisoberliga Mitte
Samstag
15 Uhr
Hilders/Simmershausen – Edelzell/Simmershausen (in Simmershausen)
Sonntag
15 Uhr
Petersberg – Pilgerzell
FT Fulda – Lüder-Schwarzatal
Hünfelder SV II – Dipperz/Dirlos
Reulbach/Brand – Sickels (in Reulbach)
Müs – Bachrain
Bimbach – Borussia Fulda
Marbach/Dietershan – Margretenhaun (in Marbach)
Kreisoberliga Süd
Freitag
19 Uhr
Vogelsberg – Rothemann (in Engelrod)
19.30 Uhr
Bellings/Hohenzell – Mittelkalbach (in Hohenzell)
Sonntag
15 Uhr
Schweben – Welkers
Thalau – Weyhers
Gundhelm/Hutten – Grimmstadt (in Hutten)
Löschenrod – Rommerz
Huttengrund – Hosenfeld (in Eckardroth)
Lauter – Rückers (in Frischborn)
Kreisoberliga Nord
Freitag
19 Uhr
Kiebitzgrund/Rothenkirchen – Hohe Luft (in Langenschwarz)
Sonntag
15 Uhr
Haunetal – SV Steinbach II (in Neukirchen)
Rotenburg/Lispenhausen – Weiterode (in Lispenhausen)
Friedewald/Ausbach – Wölf (in Friedewald)
Eiterfeld/Leimbach II – Burghaun (Kunstrasen Eiterfeld)
Michelsrombach/Rudolphshan – Dittlofrod/Körnbach (in Rudolphshan)
Gudegrund – Niederaula/Kerspenhausen (in Niedergude)
16 Uhr
Jossatal – Cornberg/Rockensüß (in Breitenbach)
