Fußball 27.05.2025

Kreisoberliga – Wer bleibt drin? Spannung in der Mitte und im Süden

Osthessen (jah) – In der Fußball-Kreisoberliga steht am Mittwochabend der letzte Spieltag an: In der Mitte-Staffel ist nur noch eine Entscheidung offen, Dipperz/Dirlos und die Spvgg. Bimbach duellieren sich im direkten Duell um den direkten Klassenerhalt, der Verlierer muss in die Abstiegsrelegation. Im Süden dagegen stehen mit Schweben und Rommerz lediglich die zwei Direktabsteiger fest. Vogelsberg kann Meister werden, bei einer Niederlage in Hosenfeld jedoch noch von Thalau abgefangen werden. Der FSV empfängt die SG Löschenrod, die Hermania kämpft ihrerseits noch um den direkten Klassenerhalt. Die Mannschaft von Mirko Gerhard ist dafür jedoch auf die Schützenhilfe der SG Lauter angewiesen, die bei der SG Grimmstadt gewinnen müsste.

Archivfoto: Christine Görlich.

 

Direktes Duell in der Mitte

In der KOL Mitte hätte es der Spielplan nicht besser meinen können, wenn Bimbach am letzten Spieltag in Dirlos gastiert. Die heimische FSG und die Spvgg. sind die einzigen beiden Mannschaften, für die es in der Liga sportlich noch um etwas geht. Der Sieger spielt auch in der kommenden Saison garantiert Kreisoberliga, der Verlierer muss in die Relegation mit den A-Ligisten. Dipperz/Dirlos hat die bessere Ausgangsposition: Bei zwei Punkten Vorsprung reicht der Elf von Mario Martinez bereits ein Unentschieden, die Gäste müssen gewinnen. „Ich erwarte ein ausgeglichenes Spiel, die Tagesform wird entscheidend“, blickt Martinez voraus: „Es ist ein großes Finale, natürlich will keiner in die Relegation. Wir haben es selbst in der Hand.“ Ähnlich sieht das der sportlicher Leiter des Gegners, Andreas Fritz: „Wir hatten in letzter Zeit einen relativ guten Lauf. Wir waren zeitweise ein ganzes Stück hinter den Nichtabstiegsplätzen.“ Sieben Punkte betrug der Abstand auf Dipperz/Dirlos noch vor zwei Monaten, Ende März. Aus den letzten acht Spielen holten die Bimbacher aber immerhin 13 von 24 möglichen Punkten. „Wir haben uns das Endspiel also ein Stück weit erarbeitet. Der volle Fokus liegt jetzt auf Mittwoch“, verdeutlicht Fritz. Mit einer möglichen Relegation beschäftigt sich also bei beiden Vereinen noch niemand, „die ist sowieso immer mehr oder weniger Lotterie“, betonen sowohl Fritz als auch Martinez unisono. Personell gibt es bei beiden Teams noch Fragezeichen, vor allem die Gastgeber haben einige angeschlagene Spieler. „Wir hatten ja am Sonntag schon ein paar aus der Zweiten dabei. Wir müssen schauen, wer am Mittwoch zur Verfügung steht“, sagt Martinez.

 

Fernduell um die Meisterschaft im Süden

In der Südstaffel gestaltet sich die Lage noch etwas spannender, hier sind noch mehrere Entscheidungen offen. Die FSG Vogelsberg steht kurz vor der Meisterschaft, ein Unentschieden in Hosenfeld reicht dem künftigen Klub von Patrick Schaaf bereits. Eine Niederlage sollte sich die FSG jedoch nicht erlauben, Thalau würde mit einem Sieg gegen Löschenrod im Parallelspiel aufgrund des gewonnen direkten Vergleiches noch vorbeiziehen. Auf ein leichtes Unterfangen sollte sich das Team von Uwe Bleuel jedoch nicht einstellen, schließlich kämpft auch Löschenrod noch um den Klassenerhalt. Die Hermania benötigt jedoch zwingend einen Sieg in Thalau und muss zeitgleich der SG Lauter in Ulmbach die Daumen drücken. Nur bei einer Grimmstädter Niederlage könnte Löschenrod noch das rettende Ufer erreichen, andernfalls müsste die Elf von Mirko Gerhard in die Relegation. Bleuel beispielsweise ist sich deshalb sicher, dass der Gegner nochmal alles reinwerfen wird – auch wenn Löschenrod genau wie Thalau selbst das Schicksal nicht in der eigenen Hand hat. „Warum sollte Vogelsberg ausgerechnet jetzt patzen, nachdem sie so eine Serie hingelegt haben. Ohne Hosenfeld zu nahe zu treten, Vogelsberg ist der turmhohe Favorit. Wir sind da realistisch“, blickt Bleuel voraus, will für den Fall der Fälle aber dennoch gewappnet sein: „Natürlich haben wir die Relegation bereits im Blick. Trotzdem werden wir alles geben, um das letzte Heimspiel zu gewinnen. Nicht zuletzt, falls in Hosenfeld tatsächlich doch noch etwas Unvorhergesehenes passiert.“

 

Derby zum Abschluss im Norden

In der KOL Nord sind derweil alle Entscheidungen gefallen, interessante Partien warten am letzten Spieltag aber trotzdem noch: RW Burghaun will sich im Derby gegen die Steinbacher Reserve nochmal Selbstvertrauen für die Abstiegsrelegation holen. Gleiches gilt für Dittlofrod/Körnbach im Topspiel Zweiter gegen Vierter, wenn Kiebitzgrund/Rothenkirchen zu Gast ist. Meister Niederaula will sich standesgemäß mit einem Sieg im Heimspiel gegen Haunetal aus der Liga verabschieden, außerdem wollen die bereits abgestiegenen Cornberg/Rockensüß und Michelsrombach/Rudolphshan im direkten Duell nochmal punkten.

 

Kreisoberliga Mitte

 

Mittwoch

19 Uhr

Margretenhaun – Pilgerzell

Borussia Fulda – Edelzell/Engelhelms

Bachrain – Petersberg

Sickels – Marbach/Dietershan

Dipperz/Dirlos – Bimbach (in Dirlos)

Lüder-Schwarzatal – Müs (in Blankenau)

Reulbach/Brand – FT Fulda (in Reulbach)

Hilders/Simmershausen – Hünfelder SV II (in Hilders)

 

Kreisoberliga Süd

 

Mittwoch

19 Uhr

Mittelkalbach – Rothemann

Rückers – Welkers

Hosenfeld – Vogelsberg

Rommerz – Bellings/Hohenzell

Grimmstadt – Lauter (in Ulmbach)

Weyhers – Huttengrund

Thalau – Löschenrod

19.15 Uhr

Schweben – Gundhelm/Hutten

 

Kreisoberliga Nord

 

Mittwoch

19 Uhr

Niederaula/Kerspenhausen – Haunetal (in Niederaula)

Dittlofrod/Körnbach – Kiebitzgrund/Rothenkirchen

Burghaun – SV Steinbach II

Wölf – Gudegrund

Cornberg/Rockensüß – Michelsrombach/Rudolphshan (in Rockensüß)

Rotenburg/Lispenhausen – Eiterfeld/Leimbach II (in Rotenburg)

Weiterode – Friedewald/Ausbach

Hohe Luft – Jossatal