Lokales FD 15.05.2025

„Klimaschutz geht alle an“ – Nachhaltige Lösungen für die Region

Fulda (jah) – Das Netzwerk Green Food Cluster lud am Mittwochabend in den Fuldaer „g:artentreff“ ein: Thema war das Klimaschutzmanagement in der Region. Dazu begrüßte Projektleiterin Katharina Most mit Sophia Beyer von der Stadt Fulda und Jessica Stoll vom Landkreis Fulda zwei Gäste, die in Keynote-Vorträgen auf die verschiedenen Klimaschutzprojekte von Stadt und Kreis eingingen.

Foto: Janosch Hensel

Projektleiterin Most selbst stellte zu Beginn zunächst das Netzwerk Green Food Cluster vor: „Wir sind ein hessenweites Netzwerk, was es sich zum Ziel gesetzt hat, regionale, nachhaltige und vielfältige Lebensmittelwirtschaft zu fördern.“ Dazu arbeite das Netzwerk unter anderem auch mit der Hochschule Fulda zusammen.

Sophia Beyer, Klimaschutzbeauftragte der Stadt Fulda, stellte im Anschluss das städtische Klimaschutzkonzept vor. Dabei beleuchtete sie zunächst, welche Rolle der Klimaschutz in der Historie der Stadt bislang gespielt habe, bevor Beyer näher auf das Konzept einging: So sei geplant, dass die Stadt bis 2040 gesamtstädtisch treibhausgasneutral werden soll, die Verwaltung sogar bis 2035. „Wir merken, dass Fulda ein extrem starker Wirtschaftsstandort ist. Da liegen wir, was die Treibhausgasemissionen angeht, deutlich über dem Bundesschnitt“, erklärte Beyer: „Das bedeutet aber auch, dass wir da am meisten Potenzial haben, was Einsparungen angeht. Klimaschutz geht alle an!“. Kumuliert lasse sich zwar eine Abnahme der Emissionen im Vergleich zu den vergangenen Jahren feststellen, aber „das variiert von Jahr zu Jahr, da lässt sich bei weitem noch kein Trend erkennen.“

Bevor Jessica Stoll vom Landkreis mit ihrem Keynote-Vortrag an der Reihe war, stellte Beyer noch den Maßnahmenkatalog vor, mit dem die Stadt Fulda Fortschritte auf dem Gebiet des Klimaschutzes machen will. So gibt es insgesamt 37 Maßnahmen, die sich in sieben verschiedene Felder unterteilen lassen: Den größten und, wie Beyer selbst erklärte, vielleicht wichtigsten Bereich, stellt die Wirtschaft dar. Dort sollen beispielsweise Gewerbegebiete klimafreundlich weiterentwickelt oder leerstehende Gebäude zwischengenutzt werden. Im Bereich Stadtplanung und Wohnen sollen beispielweise Solaranlagen ausgebaut und der Energieverbrauch der Beleuchtung reduziert werden. Im Bereich Konsum, Kultur und Bildung plant die Stadt unter anderem, einen Klimaschutzpreis einzuführen sowie Kombi-Tickets im ÖPNV für Veranstaltungen anzubieten. Öffentliches Carsharing und das Umstellen der Busflotte auf alternative Kraftstoffe ist perspektivisch für den Bereich Verkehr und Mobilität geplant. Darüber hinaus gibt es einen eigenen Bereich, der als Klimaanpassung bezeichnet wird. Hier sind Maßnahmen wie die Einsparung und Substitution von Trinkwasser vorgesehen. Im Techniksektor soll ein Flächenmanagement für erneuerbare Energien eingerichtet werden, während im Bereich der Verwaltung Klimaschutzfonds und ein kommunales Energiemanagement eingerichtet werden sollen.

Abschließend zeigte sie nochmal auf, dass von den geplanten Maßnahmen bereits einige angelaufen seien: Das öffentliche Carsharing beispielsweise oder das Erstellen und Umsetzen eines kommunalen Wärmeplans.

Klimaschutz-Abend des Green Food Cluster. Fotos: Janosch Hensel