Lokales FD 08.05.2025

Illegal Müll im Altkleider-Container entsorgt: DRK Hünfeld fassungslos

Hünfeld (fp) – Bauschutt, Grünschnitt, Elektroschrott und Unrat im Altkleider-Container: Das DRK sammelt in speziellen Containern alte Kleidung, welche für kleines Geld an Bedürftige weitergegeben werden. In Hünfeld kommt es aber immer wieder zu Vorfällen, die diese wichtige und ehrenamtliche Arbeit behindern. Unbekannte Menschen schmeißen Unrat, Müll und andere ungehörige Stoffe in die Container. Stefan Bott, Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Hünfeld, ist fassungslos.

Um und in den Altkleider-Containern wird immer wieder illegal Müll entsorgt. Foto: DRK Kreisverband Hünfeld.

„Wir haben pro Monat zirka acht bis zehn Tonnen Kleidung zu bearbeiten“, berichtet Bott: „Etwa zwei Tonnen davon sind Müll.“ Er schätzt, dass zirka 25 Prozent der eingeworfenen Dinge nicht dort hingehören. „Wir hatten schon Lebensmittel, Grünabfälle, Glas bis hin zu Bauschutt. Das ist wirklich bitter.“ Auch neben den 25 Containern, die das DRK betreibt, wird Müll abgestellt: „Elektrogeräte, Betten, Schränke. Da war schon alles dabei“, klagt Bott. Aber nicht nur die Container sind betroffen, sondern auch der „Kleiderladen“ des DRK. An letzterem werden immer wieder Sachen abgestellt, „die definitiv nicht dort hingehören“, erklärt der Geschäftsführer: „Wir nehmen auch mal ein Tee-Service oder so. Aber da stellen Leute teilweise wirklich Müll ab.“ Wegen der Vorfälle denke der Kreisverband nun darüber nach, einfach das Angebot an Containern zu reduzieren, führt er an. „Wir müssen uns die anschauen, wo besonders viel Müll ist, und werden die in Zukunft entfernen“, meint der Geschäftsführer schweren Herzens und ergänzt: „Es gibt so viele Menschen, die tolle Sachen bringen und das machen einige wenige kaputt.“

In der Vergangenheit hatte das DRK bereits versucht die Müllsünder abzuschrecken und diese Vorfälle zu unterbinden, so Bott: „Wir hatten bereits Kameras probiert, auf denen die auch aufgezeichnet wurden. Aber alle Fälle wurden wegen Nichtigkeit eingestellt.“ Er schätze, dass es an Kapazitäten seitens der Polizei fehle. Auch das Ordnungsamt sei zwar immer wieder vorbeigefahren und habe den Unrat bemerkt, aber gegen die Abstellenden nichts ausrichten können. „Die sind halt tagsüber unterwegs, aber abends und nachts ist da keiner mehr“, stellt er heraus. In Zukunft setze das DRK aber auf einen anderen Weg: „Wir wollen bessere Beschilderung aufhängen, in vielen Sprachen. Dort soll angegeben werden, was abgegeben werden kann und was nicht“, sagt er weiter und rät den Bürgern: „Wenn Sie unsicher sind, was genommen wird, rufen Sie uns bitte einfach an.“

Illegaler Müll in Altkleidercontainern. Fotos: DRK Kreisverband Hünfeld