„Fulda hat wie Marburg viele Touristen“, ist Seniorchef Hans-Wilhelm Hintz optimistisch, dass die Geschäfte auch dort gut laufen werden. Ob zum Gemüse reinigen sowie Geschirr und Flaschen spülen in der Küche, im Bad zum Haare kämmen und stylen, zum Baden oder zur Massage oder für die gründliche Handreinigung – für alles hat das Unternehmen die passenden Bürsten im Sortiment. „Zu 99 Prozent sind unsere Bürsten ohne Kunststoff und alle made in Germany“, stellt der 72-Jährige heraus. Produziert wird unter anderem selbst und in der Hephata-Werkstadt für Menschen mit Behinderung in Schwalmstadt. Darüber hinaus werden auch Seifen angeboten. „Die Seife hat schon immer zur Bürste gehört“, sagt Hans-Wilhelm Hintz.
Das Familienunternehmen, das in diesem Jahr 75-Jähriges Jubiläum feiert, hat seinen Sitz in Marburg, wo 1950 auch alles begann. Am Anfang zog Gründer Arnold Hintz noch mit dem Fahrrad durch die Region, um bei Bauern Rosshaar und Borsten für seine Pinsel und Besen zu kaufen. In den 1970er Jahren wurde das Ladengeschäft eröffnet. 1999 übernahm Hans-Wilhelm Hintz den väterlichen Betrieb und auch seine drei Kinder und zwei Schwiegertöchter arbeiten mittlerweile im Unternehmen. Weitere Geschäfte gibt es aktuell im Freilichtmuseum Hessenpark und in Frankfurt-Bockenheim. Zudem ist das Unternehmen immer wieder auf verschiedenen Märkten und auch an Aktionstagen in anderen Museen zu Gast, um dort das alte Handwerk zu zeigen. Die Filiale in Bockenheim will die Familie nun aufgeben und stattdessen in Fulda eröffnen. Deshalb gibt es auch noch kein konkretes Eröffnungsdatum für das Geschäft in der Marktstraße.
