Eintr. Stadtallendorf – Hünfelder SV (Samstag; 14 Uhr)
Die Saisonkurve der Eintracht ging steil nach oben: Musste sich so mancher Fan Anfang der Runde noch Abstiegssorgen in Stadtallendorf machen, sind die Mittelhessen zu einem der Top Drei Rückrundenteams aufgestiegen und mittlerweile nur noch vier Punkte vom Aufstiegsrelegationsplatz weg. „Qualität setzt sich dann doch durch“, findet HSV-Trainer Johannes Helmke, der natürlich auch anmerken muss, dass Stadtallendorf im Winter nochmal nachlegte und ohnehin starkes Personal mitbringt: Die Ex-Fuldaer Nico Rinderknecht und Matheus Beal, Regionalliga-erfahrene Spieler wie Damijan Heuser, mit elf Toren gleichzeitig bester Schütze, und viele weitere. Unter Gino Parson hat sich der TSV nach einem Trainer-Hin-und-Her in den vergangenen Jahren gefestigt und die nächste Ära nach Dragan Sicaja steht in den Startlöchern. „Sie sind lange ein Topteam in der Hessenliga und ehemaliger Regionalligist. Diese Ambitionen werden sie sicher in naher Zukunft wieder hegen“, so Helmke.
Gespielt wird am Kunstrasen, da das Herrenwaldstadion sich im großen Umbau befindet. Dort schlug die Eintracht zuletzt Topteams wie Alzenau (2:1), gewann außerdem in Darmstadt und zuletzt das Derby in Marburg. Der HSV muss sich nicht verstecken; zwar ging das Topduell gegen Spitzenreiter Fernwald knapp verloren, doch die Leistung passte: „Abgesehen vom Ergebnis war das ein super Heimspiel von uns. Ziel muss sein, dass wir an diese Leistung wieder herankommen“, so Helmke, der nach wie vor die Grundtugenden einfordert. Rücksicht auf die kommende Woche werde nicht genommen – am Dienstagabend steht das Kreispokal-Endspiel gegen den SV Steinbach an. Doch so weit denken die Hünfelder, die wohl auf den erkrankten Arnis Mulaj und Yunus Kocak (Rückenschmerzen) verzichten müssen, noch nicht.
SV Steinbach – Türk Gücü Friedberg (Samstag; 15 Uhr)
Die Vorzeichen könnten unterschiedlicher nicht sein, wenn der SV Steinbach im heimischen Mühlengrund Türk Gücü Friedberg empfängt. Die Gäste aus der Wetterau, vor der Saison als einer der Aufstiegsfavoriten gehandelt, laufen den eigenen Ansprüchen ein Stück weit hinterher: Aktuell steht Platz sechs mit fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zu Buche. „Wahrscheinlich geht für sie nach oben nichts mehr“, denkt SVS-Trainer Petr Paliatka, fügt aber an: „Sie werden trotzdem noch hoffen und alles reinwerfen, falls sich doch noch Möglichkeiten auftun sollten.“ Für sein Team fordert Paliatka, vollkommen unabhängig von der sportlichen Situation, endlich mal wieder einen ordentlichen Auftritt: „Wir müssen endlich wieder ein anderes Gesicht zeigen. Vor dem Spiel in Haiger (1:5, Anm. d. Red.) haben wir das eigentlich ordentlich gemacht, die Ergebnisse haben nicht gestimmt.“ Daher nimmt der Trainer sein Team auch vor dem drohenden Abstieg nun nochmal in die Pflicht: „Gegen Steinbach Haiger war das von A bis Z schlecht. Wir müssen uns auch nicht über die Tabelle unterhalten, vor allem nicht, wenn wir permanent unsere Spiele verlieren. Es geht einfach darum, eine andere Einstellung zu zeigen. Ob wir dann gewinnen oder nicht, ist mir erstmal egal.“ Personell ist die Steinbacher Situation unverändert angespannt: „Tom Wiegand und Max Stadler fallen weiter aus. Wir werden wohl in allen restlichen Spielen kaum mehr als zwölf oder 13 Spieler zur Verfügung haben“, ergänzt Paliatka abschließend.
Hessenliga
Samstag
14 Uhr
Stadtallendorf – Hünfelder SV
15 Uhr
SV Steinbach – Türk Gücü Friedberg
Fernwald – Baunatal
Weidenhausen – Darmstadt 98 U21
15.30 Uhr
Unter-Flockenbach – TSV Steinbach Haiger II
Waldgirmes – Wolfhagen
Sonntag
14.30 Uhr
TuS Hornau – VfB Marburg
15 Uhr
SC Hanau – Bayern Alzenau
15.30 Uhr
Walldorf – Hanauer FC
