„In den vergangenen Wochen hat der Verein alles versucht, um den Spielbetrieb für die 4. Liga zu ermöglichen. Bei all den Bemühungen war hier immer eine gute Zusammenarbeit mit der Regionalliga Südwest GmbH gegeben“, betont Stefan Bechthold in einer Vereinsnotiz.
Als Hauptgrund für den Rückzug wurde das Fehlen einer geeigneten Spielstätte genannt. Das Sportgelände in Fernwald kann innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens nicht in den erforderlichen Zustand versetzt werden, um den infrastrukturellen Anforderungen der Regionalliga Südwest zu entsprechen.
Zwar wurde das Gießener Waldstadion als mögliches Ausweichstadion vorgeschlagen, jedoch wurde auch dieses von der Liga nicht zugelassen. Im Umkreis von 50 Kilometern befinde sich derzeit kein Stadion, das die Zulassungsvoraussetzungen für die Regionalliga erfüllt. Ein möglicher Austragungsort wäre das Stadion in Steinbach-Haiger gewesen – eine Option, die der Verein aus organisatorischen und sportlichen Gründen nicht realisieren wollte.
Daher wird der FSV Fernwald auch in der kommenden Saison in der Lotto-Hessenliga antreten.
Trotz dieser Entwicklung richtet sich der Blick nun nach vorn. Am letzten Spieltag in Wolfhagen soll der noch fehlende Punkt zur Meisterschaft geholt werden. „Die Mannschaft zeigt sich hochmotiviert und möchte den historischen Titelgewinn nun umso entschlossener nach Fernwald holen“, heißt es.
Showdown um Platz vier?
Heißt für den Rest der Hessenliga in der Spitzengruppe, nachdem auch Walldorf nicht aufsteigen wollte und Stadtallendorf erst gar keine Lizenz beantragte: Nur noch Alzenau, Friedberg und Darmstadt 98 II sind im Rennen. Bayern Alzenau liegt zwei Punkte vor den beide Konkurrenten und wäre mit einem Sieg am Samstag zuhause gegen Steinbach Haiger II sicher aufgestiegen. Den Platz in der Aufstiegsrunde würden dann Friedberg und Darmstadt unter sich ausmachen – und das sogar im direkten Duell am Samstag in Alsbach-Hähnlein. Aber: Stadtallendorf ist aktuell Fünfter und könnte den Spielverderber spielen. Denn nur die ersten Vier der Tabelle hätten ein Aufstiegsrecht. Landen dort Fernwald, Alzenau, Walldorf und die Eintracht, gibt es erneut keinen hessischen Teilnehmer der Aufstiegsrunde, für die sich die TSG Balingen aus Baden-Württemberg bereits qualifiziert hat
