SV Steinbach – FC Bayern Alzenau (Sonntag; 15 Uhr)
Der Abstieg ist besiegelt, für den SV Steinbach geht es im vorletzten Heimspiel vor allem darum, sich erhobenen Hauptes aus der Hessenliga zu verabschieden. Die herausragende Leistung aus dem gewonnen Kreispokalfinale gegen Hünfeld glich eher einem Strohfeuer, beim 0:7 in Darmstadt wenige Tage später holte der Hessenligaalltag Trainer Petr Paliatka und sein Team wieder schonungslos ein. „Vor allem die zweite Halbzeit war unterirdisch in Darmstadt“, sagt der Steinbacher Coach und will am Sonntag im Mühlengrund einen anderen Auftritt seines Teams sehen: „Wir wollen uns vernünftig verabschieden. Auch wenn der Abstieg durch ist, die Jungs haben auch gemerkt, dass es einfach nicht schön ist, sieben Dinger zu bekommen.“ Unabhängig vom Ergebnis ist daher eine ordentliche Leistung die oberste Steinbacher Direktive, die Aufgabe könnte jedoch leichter sein: Der Tabellenzweite Bayern Alzenau ist zu Gast und kämpft noch um den Platz in der Aufstiegsrunde. Um gegen die Bayern doch eine Überraschung möglich zu machen, muss der SVS vor allem die einfachen Fehler abstellen – wie es beispielsweise gegen den Hünfelder SV gelang. „Davon haben wir in Darmstadt oder auch Haiger einfach zu viele gemacht“, konstatiert Paliatka: „Wir haben dem Gegner teilweise die Bälle einfach in die Füße gespielt.“ Das soll gegen Alzenau anders werden, unabhängig vom Endergebnis. Zur Verfügung steht Paliatka erneut nur ein überschaubarer Kader, sogar einen vielleicht letzten Hessenligaeinsatz schließt der Steinbacher Übungsleiter nicht aus: „Auch wenn ich hoffe, dass es dazu nicht kommen muss“, schmunzelt Paliatka.
SC 1960 Hanau – Hünfelder SV (Sonntag; 15 Uhr)
Die Ergebnis-Abwärts-Spirale konnte der Hünfelder SV stoppen: Mit dem 4:2 gegen Absteiger Hornau gelang die Wende – hochverdient, wenngleich die zwei Gegentore auch ein Dorn im Auge waren. „Sicherlich haben wir zu viele Chancen zugelassen und es sollte das Ziel sein, das in den letzten Spielen abzustellen“, sagt Trainer Johannes Helmke, der mit seinem Team den nächsten Gegner vor der Brust hat, für den es rein sportlich um nichts mehr geht: Der SC Hanau ist gerettet, liegt vier Punkte hinter Hünfeld. Entsprechend will der HSV die Lücke nicht kleiner werden lassen und seinen 16. Saisonsieg im 35. Spiel holen. „Wir werden sicher nicht nur einen Sonntagsausflug machen, die Zeit könnten wir sonst sinnvoller nutzen“, macht Helmke deutlich: „Mit dieser Einstellung wird es auch nicht reichen, dort was mitzunehmen“.
Aber die Mannschaft ziehe im Training noch voll mit und will im Endspurt nichts mehr liegenlassen. Arnis Mulaj ist allerdings noch gesundheitlich angeschlagen, auch Yunus Kocak fällt mit Rückenproblemen noch aus. Maximilian Fröhlich ist an der Schulter verletzt, sie wurde blau, nachdem er darauf fiel, bedauert der Coach. Immerhin gibt es nach der Hiobsbotschaft von Dennis Müller und seinem Patellasehnen-Abriss gute Nachrichten: „Er wurde am Mittwoch schon bei Dr. Hinder in Fulda operiert, das ist soweit gut gelaufen. Es ist total bitter für uns, aber jetzt drücken wir ihm natürlich alle die Daumen“, so Helmke vor dem letzten Auswärtsspiel der Saison.
Hessenliga
Samstag
14 Uhr
Stadtallendorf – Hanauer FC
15 Uhr
Fernwald – Eddersheim
Weidenhausen – VfB Marburg
Sonntag
14 Uhr
Türk Gücü Friedberg – Unter-Flockenbach
14.30 Uhr
TuS Hornau – Baunatal
15 Uhr
SC Hanau – Hünfelder SV
SV Steinbach – Bayern Alzenau
Darmstadt 98 U21 – TSV Steinbach Haiger II
15.30 Uhr
Walldorf – Wolfhagen
