Viel lief nicht zusammen beim HSV, dessen Sieglos-Serie weitergeht – wenn auch die Hessenliga-Saison langsam austrudelt. Dennoch hätte sich Trainer Johannes Helmke sicher eine andere Spannung auf dem Platz gewünscht: Vereinzelte Nadelstiche konnte Hünfeld am Kunstrasen am Herrenwald zwar in der ersten Halbzeit setzen, das über weite Strecken bessere Team war aber Stadtallendorf. Nach einige vergebenen Chancen der Hausherren hätte der HSV sogar fast das erste Tor gemacht, dann kam es allerdings anders. Solak servierte eine Ecke auf den Kopf von Louis Goncalves, der einköpfte. Und wenige Minuten später war es Erdinc Solak selbst, der einen Foulelfmeter zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt aus HSV-Sicht verwandelte, nämlich direkt mit dem Pausenpfiff.
Zu allem Überfluss waren die Pläne für den zweiten Durchgang dann nach wenigen Minuten über den Haufen geworfen, als Dennis Müller ein Eigentor unterlief. Marcel Träglers Anschluss war nur ein kurzes Strohfeuer, der Ex-Barockstädter Matheus Beal legte als Joker noch das vierte Eintracht-Tor nach. Die Hausherren setzten ihre bärenstarke Serie nach der Winterpause fort und dürfen nun im Endspurt sogar womöglich noch auf Rang zwei schielen, bei den Hünfeldern fehlten einmal mehr die grundlegenden Tugenden – und wohl niemand wirklich kann sich so auf die letzten Spiele sowie das Pokalfinale gegen Steinbach freuen.
Stadtallendorf: Eidam; Rinderknecht, Schadeberg, Golafra, Funk, Schütze, Heuser (77. Preisig), Solak (60. Beal), Phillips (49. Bremer), Trümner (77. Perez Garcia), Goncalves (46. Michel).
Hünfelder SV: Maul; Sawatzky (63. Zentgraf), Hussain (78. Bevz), Häuser (83. Witte), Zöll, Vogler (46. Simon), Uth (63. Trägler), Fröhlich, Krieger, Gadermann, Müller.
Schiedsrichter: Maximilian Prölss (Ober-Ramstadt)
Tore: 1:0 Louis Goncalves (38.), 2:0 Erdinc Solak (45., Foulelfmeter), 3:0 Dennis Müller (52., Eigentor), 3:1 Marcel Trägler (64.), 4:1 Matheus Beal (74.)
Zuschauer: 237
