Hünfelder SV – TuS Hornau (Samstag, 15 Uhr)
„Ernüchternd. Enttäuschend“, so beschrieb Hünfelds Trainer Johannes Helmke den Auftritt seiner Mannschaft beim 1:4 im Kreispokalfinale unter der Woche in Steinbach: „Vor allem die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind.“ Das gelte es gegen Absteiger Hornau besser zu machen, auch wenn es vermeintlich um nichts mehr gehe. Helmke sieht das jedoch etwas anders. „Es geht schon noch um was und zwar einfach darum, dass wir uns jetzt die Saison nicht kaputt machen.“ Hünfeld läuft der eigenen Form bereits seit Wochen hinterher, die deutliche Niederlage im Evergreen passe da ins Bild, wie Helmke schon nach dem Spiel sagte. In der Liga wartet der HSV nun bereits seit zwei Monaten auf einen Sieg, steht in der Rückrundentabelle sogar nur zwei Punkte vor Gegner Hornau. Von der zwischenzeitlichen Topform, als die Haunestädter beispielsweise sechs Hessenligaspiele in Folge gewinnen konnten und die Spitzenteams Walldorf und Alzenau schlugen, ist Helmkes Team aktuell meilenweit entfernt. „Bei gleichbleibender Leistung werden wir in den restlichen Saisonspielen keine Punkte mehr holen, so viel steht fest“, bringt es Helmke auf den Punkt: „Und das ist nicht der Anspruch des Vereins.“ Daher werde der Trainer einige Dinge anders machen, angefangen beim Training. „Ein normales Abschlusstraining wird es in der Form nicht geben“, gibt sich der HSV-Coach geheimnisvoll. Denn auch wenn es zumindest sportlich um nichts mehr geht, so wollen die Hünfelder die Saison doch versöhnlich abschließen. Personell bleibt gegen die Gäste aus dem Taunus alles beim Alten beim HSV.
Darmstadt 98 U21 – SV Steinbach (Samstag, 15 Uhr)
Ganz anders sind die Vorzeichen beim Kreispokalsieger: Steinbach konnte den Ligaalltag durch den Erfolg gegen den Rivalen zumindest unter der Woche etwas ausblenden, nun holt die Realität des bevorstehenden Abstiegs das Team von Petr Paliatka jedoch wieder ein. Was aber viel wichtiger ist: Nach den blutleeren Auftritten gegen Friedberg und Haiger gewann der SVS nicht nur das Spiel gegen Hünfeld, sondern zeigte auch endlich wieder einen couragierten Auftritt und eine gute Leistung. Paliatka selbst hatte das bereits zuvor gefordert, gegen Hünfeld lieferte sein Team nun. Vor allem das Umschaltspiel praktizierten die Steinbacher gegen den HSV nahezu in Perfektion. Auf diese Leistung soll und muss nun aufgebaut werden, wenn beim Darmstädter Nachwuchs etwas Zählbares herausspringen soll – vollkommen unabhängig vom Ausgang der Saison. „Wir haben einfach gemerkt: Obwohl wir personell auf dem Zahnfleisch gehen, ist trotzdem etwas drin. Das haben wir am Dienstag gegen Hünfeld gezeigt und wollen es jetzt auch in der Liga zeigen“, erklärt Paliatka: „Es wäre schön, wenn wir das in den letzten drei Ligaspielen nochmal auf den Platz bringen könnten. Ich will noch ein paar Punkte holen.“ Mit dem Klassenerhalt rechnet im Burghauner Ortsteil niemand mehr, das sei aber auch nicht das Wichtigste. „Das hat am Dienstag richtig Spaß gemacht. Deswegen wollen wir daran anknüpfen und nochmal ordentliche Leistungen zeigen. Wir wollen uns ordentlich verabschieden.“ Vorbehaltlich des Abschlusstrainings muss Paliatka darüber hinaus keine weiteren Ausfälle beklagen, der Kader bleibt für die restlichen Spiele dennoch unverändert dünn. Eventuell muss der Trainer dann, wie im Pokalfinale, selbst nochmal ran. Das will Paliatka nach Möglichkeit jedoch vermeiden. „Auch wenn es schön ist, nochmal mit meinem Sohn auf dem Platz zu stehen. Mal schauen, was passiert. Wenn es am Dienstag das letzte Mal war, war es mit dem Pokalsieg auch ein gelungener Abschluss.“
Hessenliga
Freitag
19.30 Uhr
Baunatal – Stadtallendorf
Samstag
14 Uhr
Marburg – SC Hanau
15 Uhr
Türk Gücü Friedberg – TSV Steinbach Haiger II
Darmstadt 98 U21 – SV Steinbach
Bayern Alzenau – Weidenhausen
Hünfelder SV – TuS Hornau
Hanauer FC – Fernwald
15.30 Uhr
Waldgirmes – Unter-Flockenbach
Sonntag
15 Uhr
Eddersheim - Walldorf
