Tennis 16.05.2025

Herren – Grün-Weiß will vorne mitspielen – RW Fulda startet mit Knaller

Osthessen (pf) – Es geht wieder los: Die Tennis-Medenrunde startet in die Saison 2025 – und in die erste Saison nach der großen Reform: Es gibt keine Bezirke wie Mittelhessen mehr, und demnach auch keine Bezirksoberligen und Bezirksligen unterhalb der Gruppenliga. Nun wird in Kreisoberligen und Kreisligen gespielt. Doch auch in den höheren Klassen hat sich etwas geändert, aufgrund regionaler Aspekte sind die Ligen gewachsen, teilweise „durften“ Teams aufsteigen, die es vorher gar nicht wussten. Beispiel Vierer-Verbandsliga der Herren: GW Fulda ist als Meister der Vorsaison weiterhin dort beheimatet, dazu nun aber auch BW Bad Hersfeld. In der Gruppenliga startet wiederum Rot-Weiß Fulda – und das Team vom Frauenberg brennt auf den Start, bei dem gleich ein Spitzenduell wartet.

Können die Grün-Weiß-Herren um Falk Hartmann (Mitte) erneut den Titel in der Vierer-Verbandsliga holen? Foto: Christine Görlich

BW Bad Hersfeld. Foto: Jan Luley/Verein

Die Herren von RW Fulda in Kroatien. Hinten von links: Mats Ole Reinhard, Konstantin Nophut, Leopold Stock, Benedikt Reith, Fabian Neff, Kiano Litz, Trainer Thomas Wehner; Kniend von links: Moritz Mielke, Leopold Hohmann, Laurenz Schuster, Uli Fromm und Luis Gutjahr. Foto: privat

Verbandsliga – Hartmanns Personal-Puzzle

Und jährlich grüßt das Murmeltier: GW Fulda startet als amtierender Meister der Vierer-Verbandsliga – hat allerdings aufgrund der Umstrukturierung der Klassen in dieser Saison deutlich mehr Spiele und damit auch Konkurrenten. „Wir wissen auch nicht, bei wie vielen Spielen wir mit der Top-Besetzung auflaufen können“, gibt Mannschaftsführer Falk Hartmann an. Denn einige Jungs der Grün-Weißen sind studien- oder berufsbedingt nicht immer da. Im Idealfall, so Hartmann, spielt der Tscheche Daniel Orlita an eins. Dahinter wird es schon knifflig: Thomas Guy arbeitet in Prag und wird nicht immer da sein, an drei soll dann Hartmann selbst spielen. Dahinter wiederum stehen noch Aron Szirtl, der in Budapest arbeitet, sowie Felix Sekanina, Moritz Weber und Leon Abend. „Aus diesen wird sich die Mannschaft rekrutieren“, so Hartmann.

Zum Auftakt geht es für die GW-Herren am Sonntag (9 Uhr) zum TC Kelsterbach. Ein gut bekannter Gegner aus den vergangenen Jahren. „Das sind immer intensive und gute Matches, was auch an den LKs vom Gegner liegt. Wir sind sicher nicht der Favorit, aber wollen dennoch unseren ersten Sieg holen“, so Hartmann, der selbst mit dabei ist, der Rest der Truppe wird sich am Freitagabend bei der Teambesprechung finden. Die Fuldaer freuen sich auf den Auftakt auf der Anlage nahe des Frankfurter Flughafens. Und auch, wenn Grün-Weiß vergangenes Jahr Meister wurde, kann Hartmann noch nicht ganz abschätzen, was in dieser Saison auf sein Team wartet: „Natürlich tue ich mich schwer, vom Klassenerhalt zu sprechen. Ziel muss schon sein, vorne mitzuspielen. Aber wieder Meister werden zu müssen, wäre vermessen“. Unter anderem das neue Team des Kasseler TC 31 sei von den LKs her spitzenmäßig aufgestellt, so Hartmann: „Sie dürften die stärkste Mannschaft haben, das sieht auf dem Papier eigentlich nicht nach Vierer-Verbandsliga aus“, hat Hartmann Respekt.

BW Bad Hersfelds Herren wiederum hat es aufgrund der Umstrukturierung der Klassen ebenfalls in jene Verbandsliga befördert: Dort spielen die Hersfelder nun in der Vierer-Staffel gegen GW Fulda und andere Kontrahenten, in einer deutlich größeren Liga als im Vorjahr. „Das ist schön für uns, da freuen wir uns, gegen gute Spieler zu spielen“, sagt Mannschaftsführer Andreas Schaller, der jedoch auch erst einmal verwundert war, als seine Mannschaft als Vierter der Vierer-Gruppenliga im Vorjahr nun „höher“ spielt. Die Ambitionen sind daher nicht allzu hoch: „Wir werden womöglich wieder absteigen, aber das wäre auch kein Beinbruch“. Jens Thielbeer, Schaller, David Lopez Corral und Georg Deiseroth werden die Stammformation der Blau-Weißen bilden, gibt der Teamchef an – also das gleiche Aufgebot wie in der Vorsaison. Zum Auftakt kommt der TC Oberndorf am Sonntag (9 Uhr) nach Hersfeld, der mit den Festspielstadt-Jungs aufgestiegen war. In der Vorsaison gab es gegen Oberndorf immerhin ein 3:3.

 

Gruppenliga – Rot-Weiß voller Vorfreude auf das Gipfeltreffen zum Start

Nach drei Aufstiegen in Folge ist die erste Herrenmannschaft von RW Fulda endlich dort angekommen, wo sie hin wollte: Das „Projekt Gruppenliga “ ging auf – alle jungen Talente blieben dem Verein treu beziehungsweise wechselten an den Frauenberg zurück und bilden nun weiterhin eine Mannschaft mit Zukunft: RW spielt dieses Jahr in der Sechser-Gruppenliga, wo sich das Team etablieren will – so die Zielsetzung der Verantwortlichen um Sportwart Andreas Stock und Teamleiter Uli Fromm. Doch bei Betrachtung der Klasse fällt auf, dass die Mannschaft von RW im LK-Vergleich zu den anderen Teams sogar richtig gut dasteht. Leupold Stock (LK 2), die letztjährige Nummer eins von RW, ist in der deutschen Herrenrangliste um Platz 400 angesiedelt und klettert stetig nach oben. Der 15-Jährige ist zudem frischgebackener U16 Hessenmeister. Einen Volltreffer haben die Fuldaer mit ihrer neuen Nummer eins Fabian Neff gelandet: Der Birsteiner kam durch einen Zufall zu Rot-Weiß – er trainierte mehrmals mit dem jungen Team und entschloss sich, das Team zu verstärken. Neff ist 24 Jahre jung, LK 1 und Nummer 312 der Deutschen Rangliste. Er spielte schon für Sprendlingen in der Hessenliga. Er besuchte vier Jahre lang in den USA ein College und spielte dort auch Tennis. „Fabian passt perfekt in unser Team. Mit seinen 24 Jahren können die jungen Spieler viel von ihm lernen und alle profitieren von seiner Erfahrung und Spielstärke. Fabian ist für uns – egal wie die Saison verläuft – ein Glücksgriff. Er kommt zu jedem Training und auch im Trainingslager in Kroatien war er mit allen anderen dabei. Die Euphorie ist weiterhin ungebrochen“ schwärmt Fromm vom ruhigen und zurückhaltenden Neuzugang und der Stimmung in der Mannschaft.  „Mit diesem Team werden wir die Gruppenliga halten – wir genießen jedes Spiel und gehen ohne Druck und mit Freude in die Saison“, sagt Fromm zuversichtlich.

Komplettiert wird das Team von altbekannten Namen: Die 20-jährigen Kiano Litz, Mats-Ole Reinhard, Benedikt Reith und Elias Klüber und die „jungen Wilden“, 18-jährigen Konstantin Nophut, Moritz Mielke, Laurenz Schuster, Leopold Hohmann und Luis Gutjahr. „Wir haben so viele gute Spieler, dass wir mit unserer zweiten Mannschaft sogar um den Aufstieg in die Gruppenliga spielen können“, so Fromm, der auch Elias Klüber nicht vergessen will. Am ersten Spieltag am Sonntag (9 Uhr) kommt es schon zum ersten Highlight für die Frauenberger: Sie treffen auswärts auf den Aufstiegskandidaten und Topfavoriten TV Hausen. „Hausen hat letztes Jahr noch in der Verbandsliga gespielt. Wir kennen das Team. Sie haben sich an zwei Positionen verstärkt und wollen garantiert wieder zurück in die Verbandsliga. Sie haben einige Slowenen im Kader und die hessische Nummer eins der U18 spielt dort an der Spitzenposition. Das wird für uns das Spiel des Jahres. Wir freuen uns darauf – auch wenn es auswärts“. Viele Mitglieder und Freunde wollen am Sonntag das im Kreis Offenbach unterstützen und das Auswärtsspiel zum Heimspiel machen. Hier sind die Fuldaer Außenseiter – aber Fromm fügt schmunzeln an: „Wir haben eine kleine Chance. Diese wollen wir nutzen. Aber da müsste wirklich alles passen“.

Ebenfalls in dieser Sechser-Gruppenliga ist BW Gelnhausen untergebracht. Das Team startet am Sonntag mit einem Heimspiel gegen den TV Heimgarten. In der Vierer-Gruppenliga wiederum tummeln sich einige Osthessen: Der TC Bad Soden-Salmünster begrüßt zum Auftakt BW Petersberg, ein weiteres Osthessen-Duell steigt im Haselgrund, wo die Herren von BW Hünfeld gegen den TC Marbach spielen. Der SV Neuhof spielt parallel beim TV Hausen II. Und in einer anderen Vierer-Gruppenliga-Staffel ist noch RW Lauterbach zugegen; die Vogelsberger spielen am Sonntag daheim ab 9 Uhr gegen den TC Nieder-Rosbach und haben generell einige Gegner aus Mittelhessen in der Saison vor sich.

 

Junioren

Neu zusammengewürfelt sind ebenso die Klassen im Jugendbereich: RW Fulda stellt in dieser Saison keine eigenständige U18-Mannschaft. In der Sechser-Gruppenliga, die gerade einmal vier Teams umfasst, tritt der RW-Nachwuchs in Spielgemeinschaft mit dem TC Eichenzell an. Das erste Saisonspiel der MSG RW Fulda/Eichenzell steigt am Samstag ab 9 Uhr beim TC Bad Vilbel.