Die CWE-Fraktion erkundigte sich während der aktuellen Stunde beim Magistrat, ob anlässlich des Hessentags 2026 auch eine Rückkehr der „Alltagsmenschen“ nach Fulda vorstellbar sei. Hierzu erläuterte der Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld: „Wir befinden uns in Gesprächen, um eine erneute Platzierung zu ermöglichen.“ Für den Hessentag selbst sei jedoch nicht mit einer Aufstellung der Alltagsmenschen zu rechnen. Er führte weiter aus, dass durch die zu erwartende hohe Besuchszahl während des Landesfests auch das Risiko einer Beschädigung steige. Die Gäste hätten natürlich Gelegenheit, den Alltagsmensch Paul am Aueweiher zu bewundern: „Der wird garantiert nicht untergehen.“
Um die Entwicklung der Löherstraße als Einbahnstraße drehte sich eine Anfrage der FDP-Fraktion. Wie Bürgermeister Dag Wehner angab, habe es bisher viele positive und teilweise kritische Stimmen von den Anwohnern und angesiedelten Unternehmen zu der Verkehrsregelung gegeben. Auffällige Veränderungen beim Parkverhalten seien nicht zu beobachten, da keine Parkplätze gestrichen wurden. Auch bei der Verkehrssicherheit gebe es keine neuen Erkenntnisse: „Die Löherstraße war vorher kein Unfallpunkt.“ Die Stadt plane im Juni einen Austausch mit der IG Löherstraße, so Wehner. Danach solle geprüft werden, ob die Einbahnstraßenregelung weiterhin befristet oder dauerhaft durchgeführt werde.
Zur Sanierung des Hexenturms auf Anfrage der CDU-Fraktion erläuterte Stadtbaurat Daniel Schreiner, dass die geplanten Kosten von 900.000 Euro aktuell noch nicht ausgeschöpft werden. Eine genauere Angabe der Kosten sei erst nach Fertigstellung des Bauprojekts möglich. Die Stadt plane eine Fertigstellung zum Jahreswechsel 2025/2026. Dann solle es möglich sein, mit kleinen geführten Gruppen den Hexenturm zu besichtigen.
Die SPD/Volt-Fraktion berichtete über das Projekt der „Notaufnahmelotsen“ und fragte den Magistrat, ob eine solche Umsetzung auch in Fulda möglich sei. Konkret handelt es sich bei den Lotsen um ehrenamtlich Tätige, die in Notaufnahmen speziell Menschen mit Demenz-Erkrankungen unterstützen. Hierzu antwortete Wingenfeld: „Der Magistrat begrüßt grundsätzlich Initiativen, die auf eine verbesserte Betreuung älterer Patientinnen und Patienten abzielen. Der Einsatz von geschulten Lotsinnen und Lotsen in der Notaufnahme kann dabei ein interessanter Ansatz sein, insbesondere im Umgang mit demenziell erkrankten Menschen.“ Wichtig sei die richtige Umsetzung: „Der Klinikumsvorstand hat die Bereitschaft signalisiert, das Modellprojekt in Göttingen und eine Machbarkeit in Fulda zu prüfen.“
Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann ehrte während der Sitzung Hans-Dieter Alt für die 40-jährige Mitgliedschaft in der Stadtverordnetenversammlung in Fulda. Sie bedankte sich für seinen Eifer und seine Kompetenz sowie seine sachliche Arbeit. Alts Einsatz für das Gemeinwohl sei zum Sinn seines Lebens geworden, erläuterte Hartmann weiter. Der CDU-Politiker habe seit dem Start in 1985 miterlebt, wie die Stadt gewachsen sei und sich verändert habe: „Diesen Wandel hast du aktiv mitgestaltet. Es war immer dein Ziel, das Beste für Fulda zu erreichen.“ Hartmann lobte neben den faktischen Kompetenzen des Geehrten auch seinen Humor und seine Menschlichkeit. Als besondere Leistung hob sie beispielsweise den Vorsitz von Alt im Haupt- und Finanzausschuss hervor, den er nun seit 24 Jahren übernehme. Das Engagement für die Lokalpolitik verlange Geduld, so die Stadtverordnetenvorsteherin: „Vor allem langen Atem.“ Diesen habe Alt bewiesen. Sie ergänzte: „Ich möchte dir von ganzem Herzen danken.“ Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld bezeichnete Alt als einen „echten Glücksfall für Fulda“. Der Geehrte selbst blickte in einer Dankesrede wohlwollend auf die vergangenen vier Jahrzehnte zurück. Trotz der politisch unterschiedlichen Meinungen habe es stets einen respektvollen Umgang in den Gremien und der Arbeit gegeben: „Für dieses angenehme Miteinander möchte ich mich bedanken.“
