Lokales FD 07.05.2025

Gute Erfahrung mit Elektro-Bussen in Fulda: Künftig mehr Reichweite

Fulda (as) – Umweltschonend, schnell und effizient durch die Innenstadt: Die RhönEnergie Fulda setzt seit einigen Jahren neben herkömmlichen Bussen mit Verbrenner-Motor auch Elektrobusse für den Busverkehr ein. Wie Stadtbaurat Daniel Schreiner im Zuge der Stadtverordnetenversammlung berichtete, würden diese elektrisch betriebenen Fahrzeuge einige Vorteile aufweisen. Künftig sollen mit diesen Elektrobussen auch längere Strecken ohne Zwischenladung absolviert werden.

Archivfoto: Andreas Schellenberg

Insgesamt sechs Elektrobusse des Herstellers Mercedes-Benz, Modell eCitaro, werden im Fuldaer Stadtbusverkehr eingesetzt, erläuterte der Stadtbaurat zur Anfrage der SPD-Stadtverordnetenfraktion. Diese würden einige Vorteile aufweisen, etwa eine geringere Lärmbelastung im Stadtbusverkehr, eine lokale Emissionsfreiheit im Fahrbetrieb sowie das nachhaltige Laden mit 100 Prozent Ökostrom. Dem würden als Nachteile die höheren Anschaffungskosten, die längere Ladezeit gegenüber herkömmlichen Tankvorgängen und die geringere Reichweite aktuell gegenüberstehen. „Die im Stadtbusverkehr Fulda eingesetzten Elektrobusse sind betrieblich sehr stabil und hatten bislang keine Ausfälle wegen niedriger Temperaturen“, führte Schreiner weiter aus.

Die im Stadtbusverkehr Fulda eingesetzten Elektrobusse könnten kurze Umläufe ohne Zwischenladung absolvieren, berichtete der Stadtbaurat. Auch lange Umläufe könnten mit einer Zwischenladung absolviert werden: „Die Zwischenladungen erfolgen außerhalb der Verkehrsspitze und können durch den Einsatz von Verstärkerfahrzeugen aus der Verkehrsspitze abgedeckt werden; es kommt dann also zu einem untertägigen Fahrzeugtausch. Der Fahrzeugeinsatz erfolgt hierbei unabhängig von der Jahreszeit.“ Das Reichweitenproblem von Elektrobussen sei allgemein deutlich geringer als zur Anschaffung der derzeit eingesetzten Elektrobusse und werde sich künftig weiter verringern. Während die verbauten Akkus in der zweiten Generation eine Leistung von 396 Kilowatt aufweisen würden, würden die Akkus der dritten Generation über eine Leistung von circa 580 Kilowatt verfügen. Diese Unterschiede würden sich schon jetzt im Einsatz feststellen, so Schreiner: „Im Juli 2024 wurde von RhönEnergie ein Elektrobus des Herstellers Iveco, Modell E-Way, Typ Solobus (12 m Länge, 2 Türen) eine Woche in Fulda im Fahrgasteinsatz getestet. Es handelt sich hierbei um ein Fahrzeug mit neuester Batterietechnik.“ Das E-Fahrzeug war jeden Betriebstag auf einer anderen Linie eingesetzt worden und habe auf den gesamten Betriebstag ohne Zwischenladung erfolgreich absolviert.

„Die sechs neuen Elektrobusse, für die RhönEnergie eine Förderzusage erhalten hat, befinden sich aktuell im Ausschreibungsverfahren. Es ist geplant, die sechs neuen Elektrobusse im Jahr 2026 einzuflotten“, erklärte Schreiner abschließend. Die RhönEnergie gehe aufgrund der sichtbaren Fortschritte in der Batterieentwicklung davon aus, dass die Fahrzeuge künftig auf allen Stadtbuslinien einen vollständigen Betrieb ohne Zwischenladung absolvieren können.