Doch SGJ-Trainer Meik Voll dachte im Erfolg zuerst an den sportlichen Meister. „Grüße an meinen Kollegen Gajic und ehemaligen Stürmer Julian Ankert und Glückwunsch zur Titel. Das ist absolut verdient. Und wenn jemand Lust hat, kann er heute noch in Johannesberg vorbei kommen, denn bei uns kracht es sicherlich auch noch“.
Die Feierlichkeiten begannen noch auf dem Platz nach Abpfiff – das Trainerteam wusste, dass Hofbieber gewonnen hatte, die Mannschaft wurde aber außen vor gelassen. Bei einem Sodener Sieg hätte die SGJ in die Relegation gemusst. Doch das erübrigte sich. Es war allerdings ein gutes Stück Arbeit für die Johannesberger: Jan Henrik Wolf traf nach knapp 30 Sekunden zur Führung nach einem Sodener Abwehr-Bock, doch die Sprudelkicker glichen zeitig aus. „Danach waren sie besser, muss man sagen, aber wir haben hinten gut gestanden“, so Voll: „In der zweiten Halbzeit ging es hin und her, es hätte auf beiden Seiten passieren können. Aber das Tor ist nicht mehr gefallen“. So war es ein Zittern bis zum Schluss, ehe der eine Punkt reichte: „Für uns ist das Gold wert“, strahlte Voll und brachte die Schlagzeile: „Vom Fast-Absteiger zum Aufsteiger“. Die SGJ war in der Vorsaison im Tabellenmittelfeld gelandet, und ist nun zurück in der Verbandsliga. Und Volls Jungs stimmten passend dazu ein Lied an: „Wir steigen auf, und keiner merkt’s!“.
Johannesberg ist sportlicher Vizemeister hinter der SGOZ, hätte aber selbst bei Platz vier schon von einer erfolgreichen Saison gesprochen, so Voll. Und der Trainerfuchs wollte sich auch nicht erzählen lassen, vom Aufstiegs-Verzicht der beiden Süd-Teams profitiert zu haben: „Schlüchtern ist sportlich Vierter, und Oberzell hätte es mit der Meisterschaft einfach verdient gehabt. Trotzdem sollen sie das feiern, und trotzdem haben wir es dann auch verdient. Genauso wie Hofbieber, denen wir natürlich die Daumen drücken, dass sie mit ihrer Breite und Fanbase auch noch hoch kommen“.
