Fußball 11.05.2025

Frauen-Hessenliga – Wichtige Pilgerzeller Punkte – SGF belohnt sich

Osthessen (pf) – Bunt gemischte Resultate gab es am Samstag für die hiesigen Teams in der Frauenfußball-Hessenliga: Der TSV Pilgerzell hat das starke Rückrundenteam aus Schaafheim im Heimspiel mit 2:1 (0:0) geschlagen und wichtige Zähler im Abstiegskampf gesammelt. Dieser wurde aber nochmal angeheizt, weil Mittelbuchen in Lütter mit 2:1 (1:1) gewann. Die SG Freiensteinau belohnte sich wiederum endlich und war auch mit dem Punktgewinn beim 2:2 (1:1) in Großenenglis glücklich.

Die SG Freiensteinau (in grau) punktete, der TSV Pilgerzell gewann im Abstiegskampf sogar ein ganz wichtiges Heimspiel gegen Schaafheim. Archivfoto: Manfred Völler

TSV Pilgerzell – FC Schaafheim 2:1 (0:0)

Der TSV Pilgerzell sammelte echte Big Points: „Wichtig war der Sieg auf jeden Fall, verdient denke ich auch. Wir haben uns in der ersten Halbzeit noch schwergetan, sind dann aber gut aus der Pause gekommen und haben insgesamt hinten nicht viel zugelassen“, war Trainer Moritz Reith zufrieden: Luise Groß besorgte wenige Minuten nach dem Seitenwechsel die Führung, Tabea Leonangeli stellte dann sogar auf 2:0. Die Punkte waren zum Greifen nah, hintenraus machte es der TSV dann aber nochmal unnötig spannend. „Wir hatten vorher Chancen, das 3:0 zu machen“, so Reith. Doch das 2:1 wurde schließlich über die Zeit gebracht. Pilgerzell machte damit seine Hausaufgaben und hat es weiter in eigener Hand.

Pilgerzell: Herbert; Groß, McGilvray, Leonangeli, Steinert, E. Barth, Schad, Schlott, Krug, Lüdtke, Hartwig (Wilde, Worch).

Tore: 1:0 Luise Groß (50.), 2:0 Tabea Leonangeli (53.), 2:1 Maike Griebel (88.)

Zuschauer: 100

 

TSG Lütter – 1. FC Mittelbuchen 1:2 (1:1)

Das war nichts für die TSG Lütter: „Eher ein schlechtes Spiel von uns“, war Trainer Sebastian Groß enttäuscht, wenngleich die Niederlage unglücklich zustande kam: Nach eigener Führung, als Jessica Schlott einen Eckball vom Kimberly Pompetzki stark einköpfte, drehte der abstiegsbedrohte 1. FC Mittelbuchen das Spiel, allerdings auch mit strittigen Treffern: Dem 1:1 ging eine klare Abseitsstellung voraus, das zweite Gegentor fiel per Elfmeter, wobei Groß – selbst Unparteiischer – „den als Schiedsrichter nicht gepfiffen hätte“. Allerdings war die TSG auch selbst nicht unbeteiligt an der Niederlage, im Passspiel war es teils zu ungenau, bemängelte der Trainer, und das 1:1 sei zu diesem Zeitpunkt auch schon überfällig gewesen. „Wir hatten in der ersten Halbzeit noch ein paar gefährliche Standards, in der zweiten dann aber weniger. Im Großen und Ganzen war es überschaubar, die Spannung ist ein bisschen weg. Aber wir müssen uns nochmal steigern, so wollen wir uns nicht aus der Runde verabschieden“, forderte Groß.

Lütter: Lohmann; Beck, Bahr, Jordan, Reith, Hahn, Lorenz (65. Schrimpf), Schöppner, Schlott, Klaus, Pompetzki (46. Faulstich).

Tore: 1:0 Jessica Schlott (9.), 1:1 Lorena Albert (40.), 1:2 Carlotta Bende (72., Foulelfmeter)

Zuschauer: 60

Gelb-Rote Karte: 1.FC Mittelbuchen (88.)

 

TuS Großenenglis – SG Freiensteinau 2:2 (1:1)

Nach ganz vielen größeren und kleineren Rückschlägen in den vergangenen Wochen war die SGF stolz auf sich und den Punktgewinn im letzten Auswärtsspiel der Saison: „Für den Gegner ging es ja noch um was, die Kulisse war echt gut. Das hat Spaß gemacht, und endlich können wir auch mal wieder mit einem Lächeln heimfahren“, sagte Freiensteinaus Trainer Daniel Schöppner. Die zehn Punkte sind geknackt in dieser Saison, das Ziel zweistellig damit zumindest erreicht. Und auch die Leistung stimmte: Zweimal führte die SGF, doch das Remis war am Ende nicht unverdient: „Wir hatten ein paar Konterchancen, um auf 3:1 zu stellen, aber Großenenglis hatte grade Anfang der zweiten Halbzeit viele Abschlüsse, wo wir ein bisschen Glück hatten. Wir haben uns gewehrt, das war wichtig“. Leonie Weitzel brachte die Gäste nach starker Vorarbeit von Axinja Fehl in Führung, das 2:1 hatte zwischenzeitlich dann Rebecca Schäfer nach einem schönen Angriff über die rechte Seite erzielt, mitten in die Druckphase des Gegners hinein. Der erneute Ausgleich fünf Minuten vor Schluss war zwar bitter, doch das sollte die Stimmung nicht trüben: „Es fühlt sich gut an“, sagte Schöppner.

Freiensteinau: Amrhein; Müller (67. Wagner), Fritz, Fehl, Reutzel, Jöckel, Reichenauer, Baus, Korn (46. Middendorf), Heid, Weitzel (46. Schäfer).

Tore: 0:1 Leonie Weitzel (19.), 1:1 Julia Faupel (33.), 1:2 Rebecca Schäfer (77.), 2:2 Jana Schwaab (85.)

Zuschauer: 100