Selbst den Wasserstrahl aus unterschiedlich großen Schläuchen auf verschiedene Ziele richten oder das technische Gerät, das sonst zum Beispiel bei der Befreiung von Personen aus verunfallten Fahrzeugen zum Einsatz kommt, zum Versetzen eines Tennisballs benutzen – das und anderes konnten die Kinder am Mittwoch zum Abschluss der Projektwoche erleben. Unterstützt wurden sie dabei von den Eichenzeller Feuerwehrleuten, die ihnen auch eine Führung um das große Feuerwehrauto gaben und dabei alle Klappen öffneten und die verschiedenen Geräte erklärten. Probesitzen war dabei natürlich auch möglich. Bei dem Aktionstag waren nicht nur draußen Stationen aufgebaut. Die Ehrenamtlichen kamen auch in die Klassenzimmer, wo die Kinder zum Beispiel die Ausrüstung der Jugendfeuerwehr anprobieren konnten und lernten, was beim Absetzen eines Notrufs wichtig ist und wie Feuer entstehen kann.
Die Grundschule Eichenzell ist als MINT-freundliche Schule zertifiziert. Die Abkürzung MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. „MINT heißt nicht, dass man nur Mathematik macht, es geht weit darüber hinaus über alle Lebensbereiche und dazu gehört eben auch so etwas wie die Feuerwehr“, erklärte Sabine Müller-Fittler die gemeinsam mit Simone Hasenau MINT-Beauftragte der Schule ist. Das Thema Feuerwehr decke viel ab, denn es gehe um Naturwissenschaft und Technik. Dazu komme dann auch noch die soziale Komponente, denn die Feuerwehr zeige eine Möglichkeit, ehrenamtlich aktiv zu werden. Auf den Besuch der Feuerwehr waren die Erst- bis Viertklässler im Vorfeld altersgerecht vorbereitet worden. „Im Rahmen der Projektwoche haben wir in den Klassen ganz viele Versuche gemacht“, schilderte Müller-Fittler. Manche Klassen hatten sich auch schon mit der Historie der Feuerwehr beschäftigt und einen Ausflug ins Deutsche Feuerwehrmuseum in Fulda unternommen.
