Lokales VB 21.05.2025

Besonderer Erste-Hilfe-Lehrgang: Jugendliche lernen Theorie und Praxis

Schlitz (fp/pm) – Ein besonderes Kooperationsprojekt von Unternehmen und Schule fand am Freitag, 9. Mai, in Schlitz statt. In Zusammenarbeit mit dem DRK Lauterbach, dem Schulsanitätsdienst und der Integrierten Gesamtschule Schlitzerland (IGS), durften die 23 Teilnehmer eines Erste-Hilfe-Lehrgangs alles über Theorie und Praxis erfahren. Dabei war nicht nur Verständnis gefragt, denn im zweiten Veranstaltungsteil hieß es dann, selbst Hand anlegen.

Foto: August Gluck GmbH & Co.KG

Los ging es beim örtlichen Bauunternehmen August Gluck. Dort wurde erstmal durch Lehrgangsleiter Sven Antener erst einmal die Theorie vermittelt. Gleich zu Beginn stimmte er die Teilnehmer auf die Statistiken ein. So würde Erste Hilfe in 85 Prozent der Fälle im privaten Bereich notwendig werden, am Arbeitsplatz hingegen nur zu zehn Prozent, und zu fünf Prozent im Straßenverkehr.

Nach dem Theorieteil ging es weiter zum Bauhof in Queck, wo die Teilnehmer ihr Wissen unter Beweis stellen durften. Dort waren bereits die 21 Schulsanis mit Ihrem Lehrerteam (Rüdiger Saurwein, Tilo Schramm, Florian Sroka) eingetroffen, die vom Team des DRK Lauterbach (Sabrina Fischer und Miriam Soetzen) in Empfang genommen wurden. Für die Extraportion Realismus schminkten Fischer und Soetzen, von der Notfalldarstellung/Mimtruppe den Jugendlichen diverse Wunden und Verletzungen auf die Körper, so dass an insgesamt sechs Stationen praxisnahe Realistische Unfall-Darstellungen (RUD) vorzufinden waren. Diese betreuten die beiden im Anschluss.

Da alle Teilnehmer, Darsteller und Betreuer sich zwischenzeitlich mit mehreren Familienpizzen gut gestärkt hatten, konnten im Folgenden die Lehrgangsteilnehmer in Zweier-Teams starten und stellen sich den praxisnahen Herausforderungen der Ersten Hilfe.

Diese umfassten verschiedene Notfallszenarien. Angefangen bei Herzinfarkt, einer Verletzung am Hinterkopf, einem verschluckten Essensbrocken, über Verbrennungen an der Feuertonne, sowie einer stark blutenden Verletzung am Hals, bis hin zu einem an der Säge versehentlich abgeschnitten Finger galt es einen klaren Kopf zu bewahren, den Notruf abzusetzen, die Betroffenen zu versorgen und zu betreuen, als auch auf den nötigen Eigenschutz mit der Nutzung von Einmalhandschuhen zu achten.

Am Ende der Veranstaltung gab es noch eine kleine Auswertung der Teilnehmer-Gruppen mit Hinweisen zu den einzelnen Stationen und eine kleine Siegerehrung.