Lokales FD 28.05.2025

Akademieabend: Beziehungen zu Israel nach der Deutschen Teilung

Fulda (pm/fp) – Beim nächsten Akademieabend am Dienstag, 3. Juni, wird um 19 Uhr Alfred Wittstock, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft-Arbeitsgemeinschaft in Mainz, den Vortrag „Unmöglich? Unvermeidbar? Gedrängt? Endlich!“ präsentieren. Thematisch greift er die außenpolitischen Beziehungen des nach dem Krieg geteilten Deutschlands zu Israel auf.

Foto: Katholische Akademie | Bistum Fulda

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges, nach dem Massenmord an den Juden Europas schienen jegliche Formen politischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland undenkbar. Gegenseitige Nicht-Wahrnehmung bei fast gleichzeitiger Staatswerdung von Israel (14.Mai 1948) und zwei deutschen Staaten (BRD 23.Mai 1949/ DDR 7.Okt 1949) bestimmte weitgehend die deutsche Außenpolitik in der Frage diplomatischer Kontakte. Bis zur Aufnahme der diplomatischen Beziehungen sollten noch 16 Jahre vergehen, während derer die Diskussionen um die Ausgestaltung der Beziehungen zum jüdischen Staat auch Bilder deutscher Politik und Gesellschaft widerspiegeln.

Der Referent Alfred Wittstock studierte Evangelischen Theologie, Politikwissenschaft und Geschichte an den Universitäten Mainz, Wien, Göttingen sowie der Hebräische Universität Jerusalem. In seiner Lehrtätigkeit durchlief er viele Stationen und wirkte an verschiedenen Gymnasien. Er ist Mitbegründer des deutschen Studienprogramms „Studium in Israel – ein Studienjahr an der Hebräischen Universität Jerusalem“ und zudem ehemaliger Leiter der Studienstelle Israel am Institut für Politikwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung im Rahmen der Ringvorlesung „Deutsche Politik im internationalen Kontext“.