Nach dem Ende des 2. Weltkrieges, nach dem Massenmord an den Juden Europas schienen jegliche Formen politischer Beziehungen zwischen Israel und Deutschland undenkbar. Gegenseitige Nicht-Wahrnehmung bei fast gleichzeitiger Staatswerdung von Israel (14.Mai 1948) und zwei deutschen Staaten (BRD 23.Mai 1949/ DDR 7.Okt 1949) bestimmte weitgehend die deutsche Außenpolitik in der Frage diplomatischer Kontakte. Bis zur Aufnahme der diplomatischen Beziehungen sollten noch 16 Jahre vergehen, während derer die Diskussionen um die Ausgestaltung der Beziehungen zum jüdischen Staat auch Bilder deutscher Politik und Gesellschaft widerspiegeln.
Der Referent Alfred Wittstock studierte Evangelischen Theologie, Politikwissenschaft und Geschichte an den Universitäten Mainz, Wien, Göttingen sowie der Hebräische Universität Jerusalem. In seiner Lehrtätigkeit durchlief er viele Stationen und wirkte an verschiedenen Gymnasien. Er ist Mitbegründer des deutschen Studienprogramms „Studium in Israel – ein Studienjahr an der Hebräischen Universität Jerusalem“ und zudem ehemaliger Leiter der Studienstelle Israel am Institut für Politikwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung im Rahmen der Ringvorlesung „Deutsche Politik im internationalen Kontext“.
