Die Anfangsphase gehörte klar den Gastgebern: Der FSV legte los wie die Feuerwehr, nach nur drei Minuten lag der Ball bereits im Haimbacher Kasten. Fadi Khuriya setzte sich auf der linken Seite stark gegen mehrere Haimbacher durch und legte quer, Arlind Morina hielt den Fuß hin und der Ball kullerte ins lange Eck – insofern verdient, als dass die Mannschaft von Zeljko Karamatic in der ersten Viertelstunde die bessere Mannschaft war. „Wir haben sehr gut angefangen, gehen zurecht in Führung“, befand Karamatic: „Danach hat unsere Konzentration aber nachgelassen. Haimbach wurde stärker.“ So war auch der Ausgleich durch Julian Heins verdient, da der HSV immer besser in die Partie fand und den Germanen langsam aber sicher den Schneid abkaufte. Julians Heins schlenzte zunächst einen Freistoß noch an die Latte, machte es aber wenig später besser. Nach einem schönen ließ er FSV-Verteidiger Moritz Dietrich aussteigen und spitzelte den Ball zum 1:1 ins Tor (27.).
„Die ersten Minuten haben wir verschlafen, eigentlich waren wir danach aber über die komplette Spielzeit überlegen“, befand HSV-Trainer Mario Lins. So auch im zweiten Durchgang, als die Großchancen von beiden Teams zwar ausblieben, der HSV aber dennoch den besseren Eindruck machte. Der erlösende Siegtreffer wollte keinem der beiden Teams mehr gelingen, dafür schrieb ein Germane nach etwas mehr als 70 Minuten Negativschlagzeilen: Nach einem Zweikampf im Mittelfeld brannten ihm die Sicherungen durch und er leistete sich einen Schlag gegen Haimbachs David Köcher – Schiedsrichter Johannes Frohnapfel zückte entsprechend die Rote Karte. „Das ist einfach unnötig“, befand auch Karamatic. Spielentscheidend sollte der Platzverweis nicht mehr werden – „Auch wenn wir es in Unterzahl gar nicht so schlecht gemacht haben“, stellte der Germanen-Trainer fest. Lins auf der anderen Seite war etwas enttäuscht ob des Ergebnisses: „Wir sind hierher gefahren, um zu gewinnen. Mit der Leistung der Mannschaft bin ich aber vollkommen zufrieden.“
Germania Fulda: Abdallah; Rahmatyar, Haxhiu, Hasanzadeh, Horn, Dietrich, Brovina, Karadavut, Nivokazi, Khuriya, Morina – Stojkov, Imeri, Hoffmann, Xhaferi, Osman, Khiraoui, Topal.
Haimbach: Marsall; M. Diegelmann, Hasenauer, Heins, Wettels, Wiesner, Schuchert, Schreiner, Köcher, Velkovski, Wolfgang – F. Diegelmann, Kolb, Winkow, Jöckel, Böhning, Möller, Henky, Ertel, Wieseler
Tore: 1:0 Ege Karadavut (3.), 1:1 Julian Heins (26.)
Zuschauer: 300
Rote Karte: Vershim Nivokazi (73., Germania Fulda) wegen Tätlichkeit.
