Landrat Thorsten Stolz gratulierte den Mannschaften. „Die Einsatzkräfte bereiten sich auf diesen Tag vor, teilweise Wochen und Monate im Voraus. Das fördert nicht nur den Teamgedanken, sondern stärkt auch die Fähigkeiten, die man im Einsatz braucht. Bei der Hessischen Feuerwehrleistungsübung liegen der Spaß an der Sache und der Ernst echter Feuerwehr-Einsätze dicht beieinander“, sagte Thorsten Stolz.
Für fünf der 15 teilnehmenden Mannschaften war es ein Heimspiel: Die Gastgeber-Kommune Birstein stellte gleich fünf Wettkampf-Teams. Doch selbst für sie war der praktische Teil der Leistungsübung Neuland. Erstmals seit 2009 mussten die Einsatzkräfte in Hessen nicht nur einen simulierten klassischen Brandangriff bewältigen, sondern sie hatten diesmal einen Gefahrenstoff-Einsatz mit einem in der jeweiligen Kommune vorhandenen Einsatzfahrzeug zu meistern. Das Szenario sah so aus: Auf dem Außengelände eines Unternehmens tritt ein Gefahrenstoff aus, nachdem einem Gabelstapler-Fahrer das Gebinde beim Verladen auf ein Regal heruntergefallen ist. Die ätzende Flüssigkeit beginnt zu brennen und droht obendrein, auf den bewusstlos am Boden liegenden Staplerfahrer und den gasbetriebenen Gabelstapler überzugreifen. „Das ist nichts Abstraktes“, sagte Kreisbrandinspektor Markus Busanni. „Das ist ein Szenario, das in jeder noch so kleinen Kommunen vorkommen kann.“
Als wäre Mauswinkel als Austragungsort schlicht ein gutes Pflaster für Birsteiner Feuerwehren, holte mit Hettersroth wieder eine Birsteiner Mannschaft den Sieg. Vor zwei Jahren an gleicher Stelle war dies Wüstwillenroth. Nicht nur die Gastgeberkommune konnte zufrieden sein, sondern auch alle anderen. Insgesamt fielen neun der 15 Teamergebnisse in die Bewertungsklasse Gold, vier Mannschaften holten Silber, zwei Bronze. Auch 64 Feuerwehrmänner und –frauen legten ihr Leistungsabzeichen ab, darunter 16 Mal Gold beziehungsweise „Gold 5“, „Gold 10“ und „Gold 15“.
Landrat Thorsten Stolz lobte das Engagement und die Resultate. „Wir haben starke Feuerwehren. Wir sehen einen Ausschnitt ihres Könnens beim jährlichen Kreisentscheid. Darüber hinaus braucht es Kameradschaft, Einsatzbereitschaft, Mut und vieles mehr, was wir hier nicht abprüfen, worauf wir uns aber verlassen können. Dafür verdienen unsere Feuerwehren große Anerkennung und Dank“, so der Landrat.
