Wehrführer Steffen Wehner konnte dazu Landrat Bernd Woide, Landtagsabgeordneten Sebastian Müller, Bürgermeister Peter Kirchner, Kreisbrandmeister Matthias Müller, Pierre Chaib vom Kreisfeuerwehrverband sowie sehr viele Feuerwehrleute aus Ehrenberg und umgebenden Nachbargemeinden begrüßen. Mit „Freude und auch etwas Stolz“ blickte er zurück. 1935 gründete sich die Wehr mit 47 Mitgliedern: „Ein großer Fortschritt war dann 1946 die Anschaffung einer Motorspritze. 20 Jahre später erfolgte ein weiterer Meilenstein mit unserem ersten Feuerwehrauto, einem LF 8. Das war ein entscheidender Schritt, um unsere Einsatzmöglichkeiten zu verbessern.“ Auch auf große Einsätze ging er ein. Dabei nannte er Brände im ehemaligen Sägewerk Heinrich Menz und bei der Firma Menz Holz sowie den „schweren Waldbrand 1993“.
„Seit fast 30 Jahren begleitet uns das FF 8/6“, fuhr er fort: „Ein mittlerweile vertrautes und zuverlässiges Fahrzeug, welches hoffentlich bald durch ein LF 10 abgelöst wird.“ Heute müssten die Feuerwehrleute viel „Zeit, Kraft und Ausdauer in Aus- und Weiterbildungen“ investieren, da die Aufgaben der Wehr nicht nur mehr Brandschutz seien, sondern sich vielfältig um technische Hilfeleistungen und Katastrophenschutz erweitert hätten. Die Zusammenarbeit mit Nachbarwehren sei da immer wichtiger geworden, wobei Reulbach, gerade was die Tagesalarmsicherheit angehe, sehr gut aufgestellt sei, weil viele in ortsansässigen Betrieben arbeiten.
Landrat Woide gratulierte: „Es freut mich der Feuerwehr Reulbach zum 90-jährigen Bestehen gratulieren zu dürfen und mich herzlich zu bedanken zum Engagement. Feuerwehr im ländlichen Raum, das ist Gefahrenabwehr, das ist aber auch ein ganz wichtiger Faktor hier fürs Dorf. Männer und Frauen, Kinder und Jugendliche, die sich dafür engagieren sind aller Ehren wert.“ Auch Sebastian Müller lobte die Wehr: „Kameradschaft und Hilfsbereitschaft werden hier seit 90 Jahren gepflegt. Dafür steht die Freiwillige Feuerwehr in Reulbach als eine starke Gemeinschaft mit einer stolzen Tradition, auf die sie wirklich stolz zurückblicken kann.“ Bürgermeister Peter Kirchner betonte in seinen Dankesworten die Bedeutung der Wehr auch für ganz Ehrenberg.
Gemeinsam mit den Ehrengästen konnten dann Gemeindebrandinspektor Steffen Faulstich und sein Stellvertreter Hans Wehner Feuerwehrleute mit dem Goldenen Brandschutzehrenabzeichen für 40 Jahre und dem Silbernen Brandschutzehrenabzeichen für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst auszeichnen. „Eine herausragende Leistung, die viel Freizeit zu allen Tages- und Nachtzeiten oft auch zulasten der Familie erforderte“, wie Faulstich erwähnte. Geehrt mit Gold wurden: Dieter Faulstich, Rainer Hick, Peter Handwerk (alle Seiferts), Markus Reutter, Christoph Röder, Dieter Seegräber und Roland Ullrich (alle Wüstensachsen). Das Abzeichen in Silber erhielten: Mario Stumpf, Steffen Wehner, Andre Wehner (alle Reulbach), Julian Fink, Markus Henkel (beide Seiferts), Christian Hohmann (Thaiden), Christian Heger, Sebastian Krenzer und Harald Link (alle Wüstensachsen).
