Zahlreiche Menschen waren gekommen, um den vier Personen auf dem Podium zuzuhören. Gebannt lauschten sie dem Gespräch, warfen aber auch ab und an Korrekturen zum Gesagten ein. Die Themen drehten sich um die wachsende Trennung der Gesellschaft in einzelne Lager, „wir gegen die“ fiel immer wieder als stehender Begriff. Zwischen den Teilnehmern bestand deshalbvor allem ein Konsens: Es brauche mehr Anteilnahme und weniger Egoismus. „Empathie ist ein wichtiges Element dafür, dass es weiter geht in unserer Gesellschaft“, betonte Bischof Gerber und McCormack fügte hinzu: „Ich glaube, es ist Zeit, dass wir das Gemeinwohl als Gut wiederentdecken.“ Weitere Themen waren die steigende soziale und finanzielle Ungleichheit in der Gesellschaft, die Erhaltung der Demokratie in Zeiten erstarkenden Rechtsextremismus‘ und der Frieden in den kommenden Jahren.
Nach der Podiumsdiskussion fand ein Friedensgottesdienst im Fuldaer Dom mit Bischof Gerber statt. Den Abschluss des ereignisreichen Aktionstages machte Judy Bailey mit einem Open-Air-Konzert auf dem Uniplatz. „Wir freuen uns, dass du mit uns diesen Abend so schön ausklingen lässt“, sagte Stefanie Wahl, Mitorganisatorin vom Bistum Fulda, zu Bailey. Die Künstlerin samt ihrer Band war nun schon zum dritten Mal am Uniplatz zu hören. Gleich zu Beginn des Konzertes winkte sie erst einmal alle Gäste näher an die Bühne heran und verkündete: „Wir freuen uns auf einen Abend, der Freiheit, Frieden und mehr verspricht.“ Als ersten Song spielte die Band den Song „Stay Open“ und das Publikum klatschte eifrig mit.
