1950 fand in Wächtersbach das erste Mal die Messe statt. Damals habe es dort aber noch ganz anders ausgesehen, wie Messe-Chefin Ute Metzler beteuerte. Aber so wie sich Menschen im Laufe der Jahre wandelten, würde sich natürlich auch die Messe wandeln, stellte Bürgermeister Weiher in seiner Begrüßungsmesse fest. Doch trotz aller Herausforderungen habe die Messe nach einem Dreivierteljahrhundert trotzdem Bestand, hob er stolz hervor: „Egal, welche Krisen die Welt, die Stadt und das Land bewältigen mussten, die Messe Wächtersbach steht.“ Heute habe die Einkaufs- und Erlebnismesse eine Strahlkraft, die weit über die Region hinausgeht, sagte er weiter. Besonders lobend stellte Weiher die Arbeit der Messe-Chefin Metzler heraus: „Du bist eine anerkannte Speerspitze, der Messen in ganz Deutschland und du lebst die Messe Wächtersbach wirklich.“ Gerade durch ihr Engagement, ihr Herzblut und ihre Weitsicht habe die Messe bis heute bestehen können, fügte er an: „Die vielen wechselnden Angebote, wie beispielsweise die Ausbildungsmesse, bezeugen, dass die Messe Wächtersbach immer noch am Puls der Zeit ist.“
Landrat Stolz bezeichnete die lange Historie der Einkaufs- und Erlebnismesse als „absolute Erfolgsgeschichte“ und führte aus: „Sie hat sich über die Jahre zu einem wahren Markenzeichen der Stadt entwickelt.“ Aber auch über die Grenzen der Region hinaus beweise sie Strahlkraft und ziehe jedes Jahr wieder zahlreiche Besucher an, ergänzte er weiter. Gerade in den vergangenen Jahren seien viele Messe weggefallen, sogar „gestorben“, so Stolz: „Aber in Wächtersbach ist das anders. Nach wie vor wird diese Messe hier gebraucht.“ Besonders für den lokalen aber auch den überregionalen Handel biete sie eine Plattform für den Austausch und fördere damit den Main-Kinzig-Kreis als Wirtschaftsstandort. Dabei stünde sie für Mut, Optimismus und vor allem Tatkraft, lobte er weiter.
Auch über die Grenzen der Stadt und des Landkreises – und sogar die Staatsgrenzen – hinaus habe die Messe eine große Bedeutung, meinte auch Christoph Degen, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, der ebenfalls eine Begrüßungsrede hielt. Denn sie sei ebenfalls ein Zeichen für die langjährige Deutsch-Französische Freundschaft, die dort jedes Jahr gefeiert wird. Er bezeichnete die Messe als „Leuchtturm der Leistungsfähigkeit“ und erklärte: „Hessen ist stolz auf Wächtersbach. Das, was die Stadt mit der Messe auf die Beine gestellt hat, ist in gewisser Weise ein Juwel. Sie ist einzigartig.“
Moderiert von Marion Kuchenny, fand nach den Eröffnungsreden eine Talkrunde mit Bürgermeister Weiher, Landrat Stolz und Messe-Chefin Ute Metzler statt. Die drei Redner gaben einen Rückblick über die vergangenen sieben-einhalb Jahrzehnte Messe, berichteten von großen Erfolgen und schweren Herausforderungen, von Stargästen und Bränden. Gemeinsam schwelgten sie in Erinnerungen und zeigten auf, was die Veranstaltung in Wächtersbach über die Jahre so besonders gemacht hat. Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung vom Musikzug Wächtersbach.
