Daniel Kreis, Vorstandssprecher vom Feuerwehrverein Schmalnau und gleichzeitig auch Ortsvorsteher, fasste hundert Jahre Dienst am Nächsten und Kameradschaft zusammen. Gegründet 1925 ist die Feuerwehr in Schmalnau eine der ältesten Wehren im Umkreis. Die 27 Gründungsmitglieder begannen mit einer alten Handdruckspritze aus 1822. Ab 1942 hatte die Wehr eine Motorspritze und es sollte noch bis 1972 dauern, bis sie ihr erstes eigenes Fahrzeug hatte. Auch über einige größere Einsätze musste Kreis berichten: „Dies alles kann nur geleistet werden, wenn sich die Frauen und Männer in unserer Wehr stets auf aktuellem Ausbildungsstand befinden und regelmäßig Übungen und Lehrgänge besuchen. Wir befinden uns hier auf einem hohen Niveau.“ Und dies schon bei der Ausbildung ab dem Kindesalter, so sei Schmalnau mit der Gründung einer Mädchenabteilung der Jugendfeuerwehr 1977 „Vorreiter im Kreis Fulda“ gewesen und die 2018 begonnene Kinderabteilung sei „mit 20 Kindern voll ausgelastet, und es besteht eine Warteliste für Neuzugänge“. Nicht nur im Feuerwehrwesen machen sich die Wehrleute verdient, 1974 wurde vom Verein der Kirmestanz wieder reaktiviert und wohl einmalig im Kreis Fulda stellt die Feuerwehr auch alljährlich die Prinzenmannschaft im Karneval.
Entsprechend groß war auch die Zahl der Gratulanten. Ministerialdirigent Dr. Tobias Bräunlein, Abteilungsleiter für Brand- und Katastrophenschutz im Innenministerium, lobte nicht nur das Geleistete, sondern versprach auch gleich finanzielle Unterstützung des Landes bei der geplanten Verbesserung der räumlichen Situation der Wehr beim Umbau des Feuerwehrhauses. Landrat Bernd Woide erinnerte daran, dass es nicht selbstverständlich sei, dass sich Menschen freiwillig in den Dienst der Gemeinschaft stellen und gratulierte herzlich: „Ihr steht für uns ein und opfert eure Zeit, um für uns da zu sein.“ Dem schlossen sich Bürgermeister Benjamin Reinhardt, Kreisbrandinspektor Adrian Vogler, Bernhard Wehner vom Kreisfeuerwehrverband und viele weitere Gratulanten an – darunter auch die Partnerwehr aus Wildflecken.
Im Anschluss wurde es feierlich beim Großen Zapfenstreich, der nur zu ganz besonderen Anlässen gespielt werden darf. Es war ein beeindruckendes Bild, bei dem unter großer Beteiligung der Bevölkerung das Zeremoniell durchgeführt wurde, welches mit dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne endete.
Seinen Abschluss findet das Fest am Montag mit Kreuzbergbier, Schäufelchen und Unterhaltung mit dem Musikverein Steinau-Steinhaus.
