Mitveranstaltet wurde die Zukunftswerkstatt von der Stabsstelle Fachkräfte für Hessen aus dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales und dem Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität Frankfurt a.M. Landrat Bernd Woide leitete die Veranstaltung ein und machte deutlich, dass die Zusammenarbeit unter den Arbeitsmarktakteuren, aber auch mit den Unternehmensvertretern, in dem Thema Fachkräftesicherung sehr bedeutsam für die Region ist. Auch Claudia Wesner, Leiterin der Stabsstelle Fachkräfte für Hessen freute sich über die große Beteiligung und stimmte inhaltlich auf die Herausforderungen ein, welche vor allem gemeinsam bewältigt werden müssen, um Hessen und Fulda weiterhin als attraktiven Wirtschafts- und Lebensstandort erhalten zu können.
Im Anschluss stellte Dr. Christa Larsen, Leiterin des IWAK der Goethe-Universität Frankfurt a.M., die Entwicklung der Fach- und Arbeitskräftesituation von 2023 bis 2030 in der Region Fulda vor. Der demografische Wandel ist bestimmender Faktor für die Vergrößerung des Fach- und Arbeitskräftemangels. Digitalisierung, Strukturwandel und Migration können diesen in einigen Berufsgruppen dämpfen. „In der Region Fulda werden in diesem Zeitraum mehr als 11.000 Fachkräfte fehlen, darunter rund 2.700 mit Studienabschluss und rund 8.300 mit Berufsabschluss“, prognostiziert sie aufgrund der Berechnungen der vorhandenen Daten. Die drei Berufsgruppen mit dem zahlenmäßig größten Mangel an Fachkräften weisen dabei Gesundheit und Pflege, Erziehung und Sozialarbeit sowie Fahrzeugführung im Straßenverkehr auf.
„Wir wollen als Region Fulda aber nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern vielmehr den Prognosen entgegenwirken. Dafür sind wir auch auf Ihre Mitarbeit angewiesen“, läutete Ulrich Nesemann vom Landkreis Fulda ein, um die Anwesenden für die nachfolgenden Workshops zu aktivieren. In drei moderierten Arbeitsgruppen wurden Ideen entwickelt, um den hiesigen Arbeitsmarkt zukunftssicher zu gestalten. Die Erkenntnisse nehmen die Akteure der Fachkräftestrategie Fulda mit, um daraus passende Maßnahmen ins Leben zu rufen. Es standen Berufe im Wandel und Aufbruch im Fokus sowie regionale Potenziale, die es zu erkennen und binden gilt. Mit Dank für das Engagement, das Interesse und die Ideen verabschiedete Christian Vey von der Region Fulda GmbH die Teilnehmenden und fügte an, dass „der Ball nun bei uns liegt, die Ideen weiterzuentwickeln.“ Die Daten sind abrufbar unter: www.hessische-berufsprognosen.de.
