Lokales FD 20.03.2025

Warnstreik in Hünfelder Klinik - Helios-Beschäftigte fordern mehr Geld

Hünfeld (gü) – Beschäftigte der Helios-Klinik in Hünfeld waren am Mittwoch von der Gewerkschaft Verdi zum Warnstreik aufgerufen. Im Tarifkonflikt zwischen dem Helioskonzern und Verdi geht es vor allem um mehr Geld. Die Patientenversorgung war und ist sichergestellt.

Warnstreik an der Helios-Klinik in Hünfeld. Fotos: Arne Gailing.

Der Helios-Konzern habe anders als angekündigt in der zweiten Verhandlungsrunde noch kein Angebot vorgelegt, erläuterte Arne Gailing von Verdi den Hintergrund des Warnstreiks: „Von der Arbeitgeberseite gab es stattdessen die Forderung, dass Mitarbeiter auch standortübergreifend  eingesetzt werden können.“ In verschiedenen Häusern werde deshalb nun gestreikt – am Mittwoch in Hünfeld. Die Beschäftigten hatten mit Beginn der Frühschicht die Arbeit niedergelegt und der Streik geht bis zum Ende der Spätschicht. Am Mittag gab es eine Kundgebung, an der rund 50 Personen teilnahmen.

Verdi fordert für die bundesweit rund 21.000 Beschäftigten, die unter den Konzerntarif fallen, Lohnerhöhungen von acht Prozent beziehungsweise mindestens 350 Euro im Monat. Für Auszubildende sollen es 150 Euro mehr monatlich sein. Zudem soll die Arbeit zu besonders ungünstigen Zeiten besser vergütet werden und es wird eine Jahressonderzahlung in Form eines 13. Monatsgehalt angestrebt. Ziel sind zudem zusätzliche freie Tage für Gewerkschaftsmitglieder.

„Wir bleiben zuversichtlich, am Verhandlungstisch zu vernünftigen Lösungen zu kommen. Unsere nächste Verhandlungsrunde ist am kommenden Freitag. Für Warnstreiks im Vorfeld haben wir daher kein Verständnis“, heißt es aus der Helios-Konzernzentrale. Die Versorgung der Patienten sei auch während des Warnstreiks sichergestellt, wird in dem Statement weiter ausgeführt: „Wir haben mit Verdi eine Notdienstvereinbarung getroffen, die die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten gewährleisten soll – insbesondere, dass Notfälle adäquat und zeitgerecht behandelt werden. Hierzu wurden für die einzelnen Stationen und Bereiche Notdienstbesetzungen definiert."