Es waren turbulente Wochen für den SV Flieden nach der Winterpause: 0:4 zum Restrundenstart gegen Bad Soden, 0:3 im Test gegen Künzell, dann eine Absage des geplanten, zweiten Testspiels gegen Pohlheim und die Absage des Pokalspiels in Neuhof aufgrund des Trauerfalls beim SVN. „Natürlich hat uns diese Nachricht auch wehgetan“, so Fliedens Trainer Christian Kreß. Stattdessen sammelte die Buchonia nun Kräfte für das Spiel am Sonntag, gegen den CSC Kassel wird die Aufgabe aber nicht weniger einfach: „CSC ist vielleicht noch einen Tick abgezockter als Bad Soden“, findet der Coach, der sich das Spitzenspiel vergangene Woche und den nächsten Gegner natürlich anschaute. „Da ist natürlich brutale Qualität vorhanden, aber wir wollen wieder dagegenhalten“.
Vor allem aber müsse die Buchonia die einfachen Fehler abstellen, „denn gegen Bad Soden waren die ersten beiden Tore Geschenke. Sonst waren wir gar nicht so schlecht drin am Anfang“, so Kreß, der mit Niko Zeller (Oberschenkel) und Louis Larbig (Leiste) zwei angeschlagene Spieler hat. Marcel Schöppner fehlt nach einem Weisheitszahn-Eingriff, Rafael Best (Kieferbruch) fehlt Flieden noch länger. Die Marschroute ist und bleibt im Königreich aber die gleiche: „Egal ob CSC, Hombressen oder ein anderer: Wir müssen schnellstmöglich Punkte holen“, macht Kreß deutlich, und fordert Buchonen-Tugenden ein: „Wir müssen robuster werden. Das, was Flieden über Jahre und Jahrzehnte ausgemacht hat. Wir wollen eklig sein, sodass jeder nicht gerne gegen uns spielt“.
Beim SV Neuhof sitzt der Schock wiederum weiterhin tief nach dem Tod von Vereinspräsident Ebert, doch das Spiel am Sonntag soll stattfinden. Dabei können die Neuhofer fast mit Flieden eine Fahrgemeinschaft bilden, denn auch sie sind am Kunstrasen neben dem Auestadion im Einsatz, gegen den Tabellendritten Hessen Kassel II. Für den SVN geht es um Punkte im Abstiegskampf, ebenso für die SG Bronnzell, die am Sonntag (15 Uhr) Klei/Hun/Doh empfängt, und auch den FC Eichenzell, der zeitgleich zuhause gegen Schlusslicht Hombressen/Udenhausen spielt. Spielfrei ist hingegen die SG Aulatal.
Doch schon am Samstag gibt es geballten Verbandsliga-Fußball mit osthessischer Beteiligung: Zum einen das Derby zwischen der SG Eiterfeld/Leimbach und der Barockstadt-U23 ab 16 Uhr, zum anderen das Auswärtsspiel der SG Bad Soden in Vellmar (15.30 Uhr). Die Sprudelkicker durften beim 2:2 im Spitzenspiel gegen CSC ein gutes Gefühl mitnehmen, wie Trainer Lars Schmidt verrät: „Sie hatten in der ersten Halbzeit die Chancen, das Ding klarzumachen. Danach haben wir eine Reaktion gezeigt“. Der Titelkampf ist bei einem Spiel in der Hinterhand und sechs Punkten Rückstand zumindest noch offen. Doch Schmidt erinnert sich gut an dieselbe Phase in der Hinrunde: Ein Remis gegen CSC Kassel, ein Remis gegen Vellmar, dann eine Niederlage in Sandershausen. Es war ein kleines Tief, in das Soden nicht erneut hineingeraten will: „Das ist jetzt schon eine entscheidende Phase“, so Schmidt, ohne jedoch Druck aufzubauen. In Vellmar solle seine Mannschaft nicht kopflos oder verkrampft agieren, weiß aber um die Stärken des Tabellensechsten. „Wir sind in einer Position, die ja mehr Spaß macht, als wenn du im Abstiegskampf steckst“, macht Schmidt klar. Hilchenbach und Mosch sind krank und konnten nicht trainieren, doch in Sachen Kader will der Coach bis zum Spieltag abwarten: „Sowas kann ja schnell gehen. Trotz allem haben wir einen Kader, mit dem das adäquat zu ersetzen ist“. Und der Platz? Unter der Woche war noch der Kunstrasen als Spielort in Vellmar angesetzt, davon gehe Soden erstmal aus.
Verbandsliga
Samstag
15.30 Uhr
Vellmar – Bad Soden
16 Uhr
Eiterfeld/Leimbach – Barockstadt Fulda-Lehnerz II (in Eiterfeld)
Sonntag
12.45 Uhr
CSC Kassel – Flieden
15 Uhr
Bronnzell – Kleinalmerode/Hudelshausen/Dohrenbach
Eichenzell – Hombressen/Udenhausen
Dörnberg – Lichtenauer FV
Sandershausen – TSV Wabern
15.30 Uhr
Hessen Kassel II – Neuhof
