Die einen noch ohne Sieg im Jahr 2025, die anderen noch ohne Niederlage und auf Kurs Relegation – mindestens. „Wir können uns mit Bad Soden gar nicht vergleichen. Dort sammeln sich höherklassige Spieler an“, sagt Eiterfelds Trainer Andreas Herzberg, der im Winter eingesprungen ist und beim 1:1 in Wabern endlich den ersten Punktgewinn verbuchen durfte. „Die Stimmung war insgesamt schon sehr ordentlich. Leider hatten wir nach der guten zweiten Halbzeit Pech mit dem Lattentreffer, aber das soll uns nicht aus der Bahn werfen. Wir haben es im Training nochmal auf den Punkt gebracht, dass wir uns in einem – gemeinsamen – Prozess befinden“.
26 Zähler stehen bei der SGEL auf dem Konto, der Abstiegskampf tobt. Mehr als doppelt so viele Punkte sammelte bisher die SG Bad Soden, die aber auch mit Respekt anreisen dürfte. Zuhause gab es in den vergangenen Jahren deutliche Siege (4:0, 7:0), in Eiterfeld war es beim 4:2 vor gut einem Jahr enger. „Ich mag die Anlage am Hain“, sagt Sodens Coach Lars Schmidt und verfolgt aus der Ferne ein „interessantes Konzept“ beim Gegner, zudem hebt er das gute Verhältnis zum sportlichen Leiter Florian Roth hervor.
Doch im Aufstiegsrennen können sich die Sprudelkicker keine Patzer leisten. Woche für Woche wird es nun härter, weiß Schmidt – und das hat noch nichts mit dem übernächsten Gegner Hessen Kassel II zu tun. „Die Jungs sind darauf hingewiesen, dass mit zunehmender Saisondauer die Spiele immer schwieriger und nickliger werden. Die, die unten drin stecken, setzen nochmal andere Energien frei“. Das trifft auch auf Eiterfeld/Leimbach zu, gegen das sich Soden auf einen harten Kampf einstellt. Zumindest haben die Gäste den Fastenmonat Ramadan überstanden – kaum der Rede wert, betont Schmidt, obwohl einige Spieler betroffen waren. „Das war kein Problem“, so der Trainer, der bei Alexander Okyere wieder auf einen Einsatz hoffen kann. Nico Damm hat gedämpft trainiert, er scheint noch fraglich. Und Mirza Kovac reist unter der Woche aus der Heimat nach Bad Soden an – allerdings 18 Stunden im Bus. „Wir müssen sehen, wie er das verkraftet“, so Schmidt. Auch die taktische Herangehensweise in Eiterfeld sei noch offen, die Mannschaft zumindest stellt den Trainer bisher insofern zufrieden, als das verschiedene Systeme Erfolg hatten, ob mit Dreier- oder Viererkette, zwei Stürmern, oder auch ein 4-1-4-1.
„Bad Soden gehört zu den Teams, die das Niveau in der Liga absolut bestimmen“, betont wiederum Andreas Herzberg, der bei seinen Eiterfeldern die Richtung klar erkennt: „Wir arbeiten an einem klaren Weg“, so der Coach: Viele eigene A-Junioren, die in den Herrenbereich aufrücken, haben jüngst ihre Zusage gegeben und bleiben am Hain. Ob auf Rasen oder Kunstrasen gespielt werde, sei noch offen. „Wir werden einen Plan haben und versuchen, dagegenzuhalten. Dann schauen wir, was rauskommt“, so Herzberg, der aber noch gesundheitliche Probleme im Auge behalten muss: „In Wabern sind komischerweise einige von irgendwelchen Insekten gestochen worden“, bedauert der Trainer. Luca Pfalzgraf hatte offenbar allergisch reagiert und war diese Woche krank. „Bei den andren hat sich bisher nichts entwickelt. Ich hoffe, sie haben keine Probleme“.
Duell der Abgeschlagenen in Kirchheim
Das dritte Osthessen-Duell steigt am Sonntag in Bronnzell: In der Heppeau treffen sich beim Derby der Viktoria gegen die U23 der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz alte Bekannte wieder – viele Bronnzeller Akteure haben schließlich eine Lehnerzer Vergangenheit.
Dazu stehen noch zwei richtungsweisende Duelle im Abstiegskampf mit osthessischer Beteiligung an: Der SV Flieden will in Sandershausen an den Sieg gegen Vellmar anknüpfen und die TSG in der Tabelle hinter sich lassen. Bei den beiden abgeschlagenen Teams der Saison wiederum geht die Hoffnung auf ein Wunder langsam dahin: Die SG Aulatal sammelte erst neun Punkte und liegt bereits 13 Zähler hinter dem Rest – die Rote Laterne Hombressen/Udenhausen ist mit erst vier Pünktchen noch schlechter dran. Am Sonntag in Kirchheim hoffen beide auf ein seltenes Erfolgserlebnis.
Verbandsliga
Samstag
15.30 Uhr
Vellmar – CSC Kassel
16 Uhr
Eiterfeld/Leimbach – Bad Soden (in Eiterfeld)
Sonntag
15 Uhr
Eichenzell – Neuhof
Dörnberg – Kleinmalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach
Aulatal – Hombressen/Udenhausen (in Kirchheim)
Sandershausen – Flieden
Bronnzell – Barockstadt Fulda-Lehnerz II
15.30 Uhr
Hessen Kassel II – TSV Wabern
