Bad Soden will CSC Kassel weiter im Nacken sitzen: Sechs Punkte Rückstand sind es, drei sollen es werden – mit einem Sieg gegen Sandershausen, denn die 03er sind spielfrei und können nur zuschauen. „Dann bleibt es interessant“, weiß Trainer Lars Schmidt: „Aber auch nichts anderes“.
Allerdings könnte der Gegner zum Problem werden: Auswärts verlor Soden die jüngsten zwei Vergleiche in Sandershausen, daheim ist die Bilanz gegen die TSG etwas besser – und damit insgesamt ausgeglichen. „Es war nie so ganz ergiebig gegen sie“, hadert Schmidt, will aber nicht von Angstgegner sprechen und darf diesmal zuversichtlich sein. Denn auch Vellmar war nicht der Lieblingsgegner der Sprudelkicker – und der 2:0-Sieg vergangene Woche war sehr souverän.
„Wir müssen allerdings ein paar Dinge regulieren“, spricht Schmidt das Personal an: Zwar konnte Marcel Mosch wieder trainieren, dafür ist nun bei Simon Huhn ein Bruch in der Hand festgestellt worden, womöglich ist auch eine OP nötig – so oder so aber einige Wochen Pause. Mirza Kovac musste vorübergehend in die Heimat reisen, Nico Damm das Dienstagstraining mit Problemen im hinteren Oberschenkel abbrechen. Bewegung im Kader also erneut. „Aber wir hoffen, dass es so funktioniert wie in Vellmar“, so Schmidt. Wie die Sodener es am heimischen Kunstrasen taktisch angehen wollen, sei noch etwas offen, zumindest hatte der Tabellenzweite zuletzt aber mit Viererkette gegen schnelle Außenspieler den richtigen Riecher.
Parallel will die Eichenzeller Britannia bei der SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach gewinnen – es wäre der erste Sieg unter der Leitung von Romeo Andrijasevic gegen die Dreier-SG. Von den bisherigen fünf Vergleichen konnte Eichenzell gegen „Klei/Hun/Doh“ keine gewinnen, und damit auch unter Andrijasevic in den vergangenen anderthalb Jahren noch nicht. Weit weg war der FCB aber nie – 1:1, 2:2 und 1:2 lauteten die Ergebnisse. „In der Hinrunde haben wir kurz vor Schluss noch einen Elfmeter verschossen, das wäre auch ein gerechtes 2:2 gewesen“, erinnert sich der Trainer. Es war die erste Saisonniederlage. Dejan Milenkovski – derjenige, der den Elfer damals übers Tor schoss – ist nach abgesessener Sperre wieder mit an Bord, wenn es am Samstag auf den Rasenplatz nach Hundelshausen geht. „Wir haben wieder eine breite Bank“, hofft Andrijasevic auf diesen Faktor, der auch beim jüngsten 3:0 gegen Hombressen zum Tragen kam. So oder so „bleibt es aber ein heißer Tanz“, warnt der Coach: Die halbe Liga müsse noch auf die Abstiegsplätze schauen, und damit auch, was die hiesigen Hessenligisten machen. Bei der SG Klei/Hun/Doh wiederum erwartet Andrijasevic ein „Spiel auf Augenhöhe“, bei dem abermals auch die Tagesform eine große Rolle spielen werde.
Bronnzell beim SVN im Derby
Ebenfalls am Samstag greift die SG Aulatal nach einer spielfreien Woche wieder ein: Wie gut die SGA das 0:1 gegen Dörnberg verkraftet hat, wird sich im Auswärtsspiel in Lichtenau zeigen. Dazu ist ab 16.30 Uhr erst der SV Flieden gefordert und braucht zuhause gegen den OSC Vellmar ebenfalls ganz dringend Punkte.
Am Sonntag steigen drei weitere Spiele mit osthessischer Beteiligung: Die U23 der SG Barockstadt begrüßt schon um 14 Uhr den KSV Hessen Kassel II zum Topspiel und Duell der Regionalliga-Reserven – und könnte den Löwen im Aufstiegsrennen in die Suppe spucken. Ab 15 Uhr spielt Eiterfeld/Leimbach in Wabern und steht schon ein bisschen unter Druck nach dem misslungenen Restrundenauftakt.
Der SV Neuhof begrüßt derweil die SG Bronnzell zum Derby auf Kunstrasen im ersten Heimspiel nach dem tragischen Ereignis rund um den verstorbenen Vereinspräsidenten Ebert. Emotional wird es, und auf dem Platz geht es im Abstiegskampf auch zur Sache: Beide Teams trennen zwei Punkte, Bronnzell „verlor“ sie beim Remis gegen Klei/Hun/Doh zuletzt. „Das hätten wir natürlich zuhause gerne gewonnen. Aber es war auch irgendwo leistungsgerecht. Wir haben ordentlich gespielt und müssen den Dreier eben jetzt holen“, sagt Viktoria-Trainer Johannes Ihrig: „Natürlich ist Neuhof auf dem eigenen Kunstrasen erprobter, aber wir haben fast alle Mann an Bord und wollen gut gegen den Ball arbeiten sowie Lösungen kreieren. Dann wollen wir das Ding hintenraus ziehen“, betont Ihrig.
Verbandsliga
Samstag
15 Uhr
Bad Soden – Sandershausen
Lichtenauer FV – Aulatal
Kleinalmerode/Hudelshausen/Dohrenbach – Eichenzell (in Hundelshausen)
16.30 Uhr
Flieden – Vellmar
17 Uhr
Hombressen/Udenhausen – Dörnberg (in Hombressen)
Sonntag
14 Uhr
Barockstadt Fulda-Lehnerz II – Hessen Kassel II (in Lehnerz)
15 Uhr
TSV Wabern – Eiterfeld/Leimbach
Neuhof – Bronnzell
