„Die glücklichere Mannschaft hat heute gewonnen“, musste Eichenzells Coach Romeo Andrijasevic zugeben, hakte das Spiel genauso ab und schmunzelte: „Wenn wir das immer so hinbekommen, habe ich auch kein Problem damit“. Der Auftritt am Kunstrasen der Von-Galen-Schule war zwar nicht der beste der Britannia in dieser Saison, doch was zählte, waren die Punkte. „Den Sieg haben wir heute auch Chris Grösch zu verdanken, der mehrmals weltklasse gehalten hat“, adelte der Trainer noch seinen Torhüter, der jegliche Aulataler Treffer verhindert hatte.
Es war insgesamt ein ausgeglichenes Duell ohne viele Highlights im ersten Durchgang. Milenkovski hatte die beste Eichenzeller Chance früh im Spiel, Krapp scheiterte an Grösch dann Mitte der ersten Halbzeit. Direkt nach der Pause dann die Führung durch ein Aulataler Eigentor. „Natürlich hat uns das in die Karten gespielt“, sagte Andrijasevic über „eine der wenigen Situationen“, die Eichenzell auch spielerisch gut löste. David Heil hatte den Ball scharf reingebracht, Kevin Quehl bugsierte ihn ins eigene Netz. „Aulatal hat geschoben und gedrückt, hatte gute Situationen“, lobte Andrijasevic den Gegner. Doch das zweite Tor gelang erneut seinem Team, das auch danach noch zittern musste, aber die Führung ins Ziel brachte. Grösch war zur Stelle, einmal rettete Eric Fröhlich noch auf der Linie, der wie der zweite Winter-Neuzugang Jonas Lembach in der Startelf auflief.
Auf der anderen Seite hatte die SGA sich nicht viel vorzuwerfen, „außer die Tor-Ausbeute“, brachte es Trainer Martin Friedrich auf den Punkt: „Mit der Art und Weise bin ich heute einverstanden, trotz der Ausfälle und schlechten Vorzeichen haben wir uns sehr ordentlich präsentiert“. Vorne fehlte eben beispielsweise die Kaltschnäuzigkeit eines verletzten Nils Fischer der SGA, die Eichenzell phasenweise gut unter Druck setzen konnte und auch nach den Gegentoren nie aufsteckte. „Wir hatten nach dem 0:1 Chancen, um das Spiel zu drehen, aber machen die Dinger nicht. Selbst nach dem zweiten Tor haben wir weiter Druck gemacht und sind gut mit den Rückschlägen umgegangen“, so Friedrich. Das 0:1 kurz nach dem Seitenwechsel wollte er nicht als einfaches Eigentor stehen lassen und analysierte: „Dem Tor gingen vier, fünf Pässe in einer Stafette von Eichenzell voraus, wo wir keinen Druck drauf bekommen haben. Der letzte Beteiligte sieht dann natürlich immer blöd aus“, nahm der Coach Kevin Quehl in Schutz.
Eichenzell: Grösch; Lembach (64. Martella), Pfeiffer, Milenkovski (70. Sosa Perez), Ludwig, Yildiz (82. Fuchs), Heil (75. Lüdicke), Vogt, Kratz (68. B. Müller), Fröhlich, Dugan.
SG Aulatal: Lepper, Quehl, Röth, Hennighausen, Schuch, Bambey, J. Eckhardt (79. Richardt), Weber, Piel (69. Naumann), Krapp (84. P. Honstein), Wind.
Schiedsrichter: Alexander Pächthold (Staufenberg)
Tore: 1:0 Kevin Quehl (47., Eigentor), 2:0 Adrian Vogt (78.)
Zuschauer: 150
