Fischer, Eckhardt, Krapp, Hennighausen, Schuch – die Liste der Elfmeterschützen der SG Aulatal ist schon lang, die Zahl der verschossenen Elfer diese Saison aber genauso. „Es gibt in jeder Spielform die Provokations-Regel: Drei Ecken, ein Elfer“, schmunzelte Trainer Martin Friedrich. Immerhin verwandelte diesmal Sebastian Schuch und stellte zwischenzeitlich auf 1:3 aus Sicht der SGA beim Lichtenauer FV. Die Reaktion stimmte nach dem Seitenwechsel, Friedrich hatte gewechselt und taktisch umgestellt. „Wir hatten noch unsere Möglichkeiten. In der 85. Minute hatte ich das Gefühl, dass wir mit einer guten zweiten Halbzeit vom Platz gehen können und nichts zugelassen haben“. Dann aber fing sich Aulatal noch zwei „Kirschen“ ein – erneut aus der Distanz. Es war das dritte und vierte Fernschuss-Gegentor an diesem Tag. „Da waren wir einfach nicht mehr aufmerksam genug, das war absolut unnötig“, haderte Friedrich.
Es passte ins Bild, denn schon die ersten beiden Gegentore waren Sonntagsschüsse: Nach elf Minuten lag die SGA schon 0:2 hinten. „Kein Vorwurf an Fabi Lepper. Die beiden sind genau im Eck eingeschlagen. Dann haben wir uns noch einmal auf der rechten Seite überspielen lassen und es stand 0:3“, schilderte der Coach, der aber auch um die Qualitäten des Gegners wusste: „Es war in der ersten Halbzeit einfach alles zu schnell für uns, was Lichtenau gemacht hat. Es ist ja bekannt, dass sie erfahrene Jungs haben, die spielstark sind und technisch gut“.
Lichtenau: Cucuz; Vidal Gadea, Gadea Baringo, Koch (70. Schneider), Vasylchenko (46. Nazar), Grosu (84. Cebotari), Petac, Graur, Rusu (56. Dietz), Bursuc, Kirschner (84. Kugler).
Aulatal: Lepper, P. Honstein, Kurz (46. J. Eckhardt), Röth, Hennighausen, Hahl, Schuch, Störmer, Bambey, Piel (78. Richardt), Krapp (46. Weber).
Schiedsrichter: Niclas Höfer (Hünfeld)
Tore: 1:0 Abel-Cristian Petac (7.), 2:0 Oleksandr Vasylchenko (11.), 3:0 Jerome Kirschner (20.), 3:1 Sebastian Schuch (50., Foulelfmeter), 4:1 John Schneider (89.), 5:1 Sergiu Nazar (90.)
Zuschauer: 100
