In der letzten Aktion legte sich Eiterfelds Steven Rakk noch einmal den Ball für einen Freistoß zurecht und hämmerte das Spielgerät ansatzlos ans Lattenkreuz. Es war die mit Abstand beste Chance des Spiels auf beiden Seiten, indem auch Schiedsrichter Niklas Rüddenklau eine Rolle spielen sollte. Rakks Versuch ging jedenfalls nicht ins Netz, sodass Herzbergs Mannschaft zwar ohne Sieg, immerhin aber mit dem ersten Punkt in einem Pflichtspiel in der Amtszeit des neuen Trainers die Heimreise antreten konnte. „Natürlich ist es ein bisschen unglücklich, wir hatten in der zweiten Halbzeit drei oder vier Hundertprozentige. Dennoch ist es schwierig, dort zu spielen und es war ein ordentlicher Auftritt. Wir fahren mit einem positiven Gefühl nach Hause“, befand daher auch Eiterfelds sportlicher Leiter Florian Roth. Ähnlich sah das auch Trainer Herzberg: „Natürlich hätten wir gerne gewonnen, für mich sind aber die gewonnen Erkenntnisse viel wichtiger. Der Prozess ist das Entscheidende. Und da habe ich heute einige gute Dinge gesehen, speziell in der zweiten Halbzeit. Wir haben gut dagegengehalten, uns Chancen erarbeitet. Darauf lässt sich aufbauen.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Chancen gab es auf beiden Seiten wenige, insbesondere im ersten Durchgang passierte vor den Toren wenig. Dafür stand Schiedsrichter Rüddenklau zwei Mal im Fokus, jeweils bei der Entstehung beider Tore: Es waren keine 60 Sekunden gespielt, als Boas Kümmel im Strafraum zu Boden ging – Rakk verwandelte souverän. Kurz vor der Pause zeigte der Unparteiische dann auf der anderen Seite auf den Punkt, Luca Wendel stellte auf 1:1. Was beide Entscheidungen gemeinsam haben? „Eigentlich waren es beides keine Elfmeter“, analysierte Herzberg beide Situationen: „Unseren Elfmeter darf man eigentlich nicht geben und den für Wabern auch nicht. Aber letztendlich interessiert das niemanden mehr. So haben wir immerhin mal wieder ein Auswärtstor erzielt“, nahm es Eiterfelds Trainer mit Humor.
Wabern: Elgaz; Bergmann, Korell (72. Lange), Schmeer (72. Kördel), Witt, Gümbel, Klinge, Wendel, Konjarski, Herpe, Rohde (66. Herdt).
Eiterfeld/L.: Budenz, Preis, Kurz, Stumpf (45. Wolf), Rakk, Kümmel, Kramer, Schilling, Hildebrand (45. Witkowski), L. Köller (76. R. Köller), Witzel (62. Pfalzgraf).
Schiedsrichter: Niklas Rüddenklau (Ersen)
Tore: 0:1 Steven Rakk (1., Foulelfmeter), 1:1 Luca Wendel (38., Foulelfmeter)
Zuschauer: 300.
