Beide Teams schenkten sich nichts, weder zu Beginn der Partie noch in deren weiterem Verlauf. Chancen gab es auf beiden Seiten zuhauf, sodass ein Unentschieden vielleicht das gerechte Ergebnis gewesen wäre. „Ein Remis wäre hier in Ordnung gewesen, insgesamt waren wir vielleicht die etwas aktivere Mannschaft“, betonte Kassels Trainer Christian Andrecht: „Wir hatten das Chancenplus und hätten hier auch gewinnen können.“ Doch Jean Luca Trabert auf Seiten der Gastgeber sorgte für einen anderen Ausgang. Nach einer punktgenauen Flanke von Kelvin Onuigwe stand Trabert am zweiten Pfosten goldrichtig und musste nur noch einschieben (71.). Es sollte das einzige Tor der Partie bleiben, auch wenn Kassel in der Schlussphase nochmal alles nach vorne warf. Ein Tor wollte der Mannschaft von Christian Andrecht jedoch nicht mehr gelingen. Dabei hatten die Gastgeber vielversprechend begonnen: Die Anfangsphase ging klar an Kassel, Niklas Schade per Kopf (7.) oder auch Silas Hagemann aus kurzer Distanz (13.) hätten die Junglöwen in Führung bringen können. Jannik Horz im Kasten der SG Barockstadt war aber von Minute eins an hellwach und brachte Kassel auch in der Folge phasenweise zur Verzweiflung. „Vor allem im zweiten Durchgang hat er überragend gehalten“, fand auch Andrecht lobende Worte für Fuldas Keeper. Doch auch die Gäste kamen immer besser in die Partie. Trabert konnte kurz vor der Pause gleich drei Abschlüsse verzeichnen, wie Horz war aber auch Theodor Bachmann im Tor der Hausherren stets zur Stelle.
Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, vor dem Tor war Andrechts Mannschaft jedoch die Gefährlichere. In brenzligen Situationen konnte sich die SGB jedoch immer auf Horz verlassen, der nach etwas über einer Stunde beispielsweise überragend gegen Hagemann parierte. „Er hat uns die nötige Sicherheit gegeben, heute hat aber das gesamte Team überzeugt“, fand auch Niklas Herget aus dem Trainerteam der SG Barockstadt lobende Worte für sein Team. Wenig später schlug dann die Stunde von Trabert, der mit seinem Treffer den Kasseler Aufstiegshoffnungen zumindest einen Dämpfer verpasste: Der Rückstand auf die SG Bad Soden und Relegationsrang zwei liegt nun bei vier Punkten. „Das ist bei uns aber kein Thema“, sagte Andrecht: „Wir schauen einfach von Spiel zu Spiel. Heute hatte der Gegner das nötige Spielglück, was in den vergangenen Spielen auf unserer Seite war. Über die Saison gesehen gleicht sich so etwas meistens aus.“ Niklas Herget konnte dem nur zustimmen: „Heute ist uns dieser Nadelstich geglückt, der uns in den letzten Spielen häufig nicht gelungen ist. Wer hier heute das erste Tor macht, gewinnt das Spiel und glücklicherweise waren das diesmal wir.“
Barockstadt II: Horz; Göbel, Trabert (79. Arnold), Lindemann, Iljazi, Liebermann (76. Hör), Bernges, Trier (89. N. Hartwig), T. Hartwig (62. Alipek), Sonnenberger, Onuigwe (86. Ma. Poch).
Hessen Kassel II: Bachmann, Weyh (79. Gül), Hagemann, El Hammiri, Evljuskin, Ljatifi (80. Eckhardt), E. Prieto, Michels, Schade, A. Prieto (85. Schmacke), Pagna (63. Samson).
Schiedsrichter: Sebastian Wiesner (Frankfurt)
Tore: 1:0 Jean Luca Trabert (71.)
Zuschauer: 100.
