Lokales VB 25.03.2025

Update 3 - Brand zerstört Scheune und Haus - Hoher Schaden - Fotos

Angersbach (as/gü) – Meterhohe Flammen und eine gut sichtbare Rauchsäule: In Angersbach wurden die Einsatzkräfte am Montag gegen 17.20 Uhr zu einem Großbrand alarmiert. Dort brannte eine Scheune lichterloh und das Feuer griff auch auf weitere Gebäude über. Vier Personen mussten wegen eingeatmeter Rauchgase behandelt werden. Der Gesamtsachschaden wird auf rund 500.000 Euro geschätzt (update 9.50 Uhr).

Symbolfoto: Christine Görlich

Fotos: Fuldamedia.

In der Straße am Sonnberg war ein „Brand in Sondergebäuden“ gemeldet worden. „Die Scheune hatte Feuer gefangen, die Flammen waren entsprechend hoch“, schilderte Wartenbergs Bürgermeister Dr. Olaf Dahlmann. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand die Scheune bereits in Vollbrand und das Feuer drohte auf drei Wohnhäuser und eine weitere Scheune überzugreifen. „Die Flammen gingen Richtung des einen Wohnhauses, wo schon Rauch aus dem Dach kam“, berichtete Marcel Greb, stellvertretender Gemeindebrandinspektor von Wartenberg. Dort kam es zu einem Dachstuhlbrand, der das Haus vorerst unbewohnbar machte. Bei einem weiteren Wohngebäude platzen Fenster und Rauchgas gelangte so ins Innere. Die betroffenen Bewohner kamen laut Dahlmann erstmal privat unter. Das dritte Wohnhaus in unmittelbarer Nähe wurde an der Fassade beschädigt. Eine angrenzende Scheune musste ebenfalls gelöscht werden. Die Feuerwehr konnte dabei unter anderem aus Wasser aus einem nahegelegenen ehemaligen Löschteich zurückgreifen.

Die in Vollbrand stehende Scheune brannte bis auf das Grundgerippe nieder. Darin waren Heu- und Strohballen gelagert, was die Löscharbeiten langwierig machte. „Glutnester im Stroh flammen immer wieder auf“, berichtete Greb. Mit einem Bagger wollte die Feuerwehr versuchen, das Stroh unter dem einsturzgefährdeten Gebäudegerippe hervorzuziehen, um es endgültig abzulöschen. Die Feuerwehren aus Wartenberg, Lauterbach, Schlitz und Alsfeld waren mit rund 100 Personen im Einsatz. Zwischenzeitlich war auch ein größeres Aufgebot an Rettungswagen und Notärzten vor Ort. Vier Personen wurden vor Ort behandelt, weil sie Rauchgase eingeatmet hatten, drei Verletzte kamen ins Krankenhaus. Die K 84 war wegen der Löscharbeiten kurzzeitig gesperrt und Verkehrsteilnehmer wurden angehalten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Das DRK Grebenhain kam und setzte eine Drohne ein, damit die Feuerwehr so von oben die umliegenden Gebäude in dem dicht bebauten Areal überprüfen konnte. Ein Statiker des THW prüfte die betroffenen Gebäude. Dahlmann war dankbar, dass die Einsatzkräfte allesamt so gut zusammenarbeiteten. Der Schaden werde auf einen sechsstelligen Bereich geschätzt. Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist derzeit noch unklar und Bestandteil der von der Kriminalpolizei Vogelsberg geführten Ermittlungen. Die Brandstelle wurde beschlagnahmt und wird im Laufe Dienstags durch Experten der Brandursachenermittlung in Augenschein genommen.

Großbrand in Angersbach. Fotos: Fuldamedia