Lokales FD 03.03.2025

Tausende Narren feiern – Hubschrauberlandung und Körperverletzung

Osthessen (pm/gü) – Die zahlreichen traditionellen Faschingsumzügen lockten am Sonntag im Landkreis Fulda viele Menschen auf die Straßen. Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen säumten sehr viele Besucher die verschiedenen Umzugstrecken und feierten gut gelaunt und weitgehend friedlich. In Hainzell musste der Umzug zwischendurch eine Pause machen, weil der Rettungshubschrauber wegen eines medizinischen Notfalls, der nichts mit dem Umzug zu tun hatte, auf der Strecke landen musste. In Hofbieber kam es bei der Party nach dem Zug zu einer gefährlichen und einer wechselseitigen Körperverletzung.

Archivfoto: Anne Malin Will.

Der Kinderumzug in Fulda war mit rund 20.000 Zuschauern an der Strecke die besucherstärkste Veranstaltung. Der Umzug hatte 162 Zugnummern und 1000 Aktive. Er startete pünktlich um 14 Uhr auf der Pauluspromenade und führte von dort durch die Innenstadt. Die letzten Gruppen trafen um 15.30 Uhr am Ende der Umzugstrecke auf dem Universitätsplatz ein, wo viele Personen bis 16 Uhr an einer Abschlussfeier teilnahmen und wegen des schönen Wetters noch etwas dort verweilten. Die Polizei konnte die ersten Straßensperrungen für den Umzug im Stadtgebiet aufgrund des hohen Zuschaueraufkommens erst gegen 15.45 Uhr wieder öffnen. Um 16.50 Uhr wurde auch die letzte Umleitung in der Rabanusstraße wieder aufgehoben und der Verkehr vollständig freigegeben. Zu größeren Verkehrsbeeinträchtigungen kam es aber nicht.

Etwa 9000 Besucher feierten den Umzug mit 1200 Teilnehmenden und 49 Zugnummern an der Strecke durch Flieden im Südwesten des Landkreises, der um 13 Uhr begann und gegen 15.40 Uhr am Dorfplatz in der Ortsmitte endete. Im Anschluss feierten dort noch etwa 1000 Personen bis gegen 18.40 Uhr. Zudem fanden sich bis zu 1000 Personen zu einer Abschlussveranstaltung in der TV-Halle ein. Weitere Umzüge in Neuhof-Hattenhof und Hosenfeld-Hainzell hatten 1500 beziehungsweise 1000 Zuschauer. Aufgrund eines medizinischen Notfalls ohne Veranstaltungsbezug kam es am Umzug in Hainzell zu einer etwa 45-minütigen Unterbrechung, da der Rettungshubschrauber auf der Strecke landen musste. Nach dem Abflug konnte er aber weiter fortgesetzt werden und endete um 15.15 Uhr.

10.000 Zuschauer säumten die Strecke des Umzuges mit 1600 Teilnehmenden und 35 Zugnummern in der östlichen Landkreisgemeinde Hofbieber. Er begann gegen 13.40 Uhr und endete um 15.38 Uhr in der Ortsmitte. Auch hier feierten nach Zugende bis zu 3000 Personen ausgelassen am Dorfplatz bis nach 19 Uhr.

Der größte Umzug im nördlichen Landkreis, im Hünfelder Stadtteil Rückers, mit 70 Zugnummern (30 Wagen, zwei Musikkapellen und 38 Fußgruppen – insgesamt 1300 Teilnehmende) wurde von rund 4000 Zuschauern gefeiert. Er dauerte von 13.31 Uhr bis 16.10 Uhr und klang bis nach 19 Uhr mit einer Feier am Dorfgemeinschaftshaus aus.

Auf den größeren Veranstaltungen waren zur Gewährleistung der Sicherheit neben Sanitäts- und Brandschutzkräften eine mittlere zweistellige Anzahl an Polizeikräften in Uniform im Einsatz. Erforderliche polizeiliche Maßnahmen zur Erhöhung der Veranstaltungssicherheit, zur Gefahrenabwehr und vereinzelt zur Verfolgung von Straftaten wurden durchgeführt. Alle Umzüge und Feierlichkeiten verliefen bis zum Berichtszeitpunkt insgesamt störungsfrei und friedlich, so dass die Polizeidirektion Fulda für Sonntag eine durchweg positive Bilanz ziehen kann. Lediglich in Hofbieber kam es bei den anschließenden Feierlichkeiten zu einem Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und zu einer weiteren wechselseitigen Körperverletzung. Die Tatverdächtigen wurden jeweils durch die Polizei vor Ort festgestellt.