Der Fachkräftemangel sei selbst im öffentlichen Dienst zu spüren, erklärte Matthias Dengler, Chef der Arbeitsagentur Fulda, welche selbst einen Stand auf der Veranstaltung hatten: „Wir werden in den kommenden Jahren etwa 20 bis 25 Prozent unseres Personals verlieren.“ Grund dafür sei der demografische Wandel, ausgelöst durch das Wegfallen der Fachkräfte aus der „Baby-Boomer“-Generation. „Außerdem ist der öffentliche Sektor auch ein Wachstumsbranche“, fügte er an: „Wir brauchen immer mehr Fachkräfte.“ Im vergangenen Jahr hätte der Vorgänger der Veranstaltung, der „Tag der Uniform“, sehr viel positives Feedback bekommen und auch viele Besucher verzeichnet, berichtete Dengler. In diesem Jahr war zumindest zu Beginn deutlich weniger los, was aber auch seinen Vorteile hätte. „Wenn weniger Besucher da sind, können die Schüler auch intensivere Gespräche mit den Arbeitgebern führen“, stellte der Agenturchef heraus.
Außerdem sei dies ja nicht die einzige Möglichkeit, eine Ausbildung im öffentlichen Dienst zu erlangen, hob Maren Neigert, Teamleiterin bei der Bundesagentur für Arbeit, hervor: „Es gibt auf unserem Portal auch die Möglichkeit nach diesem Bereich zu filtern und sich gezielt auf den öffentlichen Dienst zu bewerben.“ Außerdem fände am Mittwoch noch eine Ausbildungsbörse statt. Dort würden aber eher ein breites Kontingent an allgemeinen Berufen vorgestellt, räumte sie ein. Wie bei derartigen Veranstaltungen üblich, könnten auch hier die Bewerbungsunterlagen mitgebracht und sich direkt mit den Arbeitgebern unterhalten werden.
Die zwölf Träger waren: Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll, Polizei und Justiz, Stadt und Landkreis Fulda, Finanzamt, Hochschule, Staatliches Schulamt und Landkreis Fulda, Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, Amt für Bodenmanagement, Hessisches Amt für Versorgung und Soziales sowie das Amtsgericht und die Deutsche Rentenversicherung.
