Das Richtfest sei ein besonderer Tag für alle Beteiligten, erzählte Röder: „Es ist wunderbar. Das gibt Perspektive.“ Am 28. Oktober 2019 sei der Abschied in der alten Milseburghütte gefeiert worden, die deutlich marode gewesen sei. Nach langer Wartezeit aufgrund von bürokratischen Auflagen, Klagen und Verzögerungen bei den Materialien stehe nun endlich der Rohbau aus Holz. Die Hütte oben auf der Milseburg gehöre für viele Menschen in der Region zur Rhön einfach dazu, stellte der Bürgermeister fest: „Jeder in der Rhön ist mit ihr groß geworden.“ In den kommenden Monaten ständen noch einige Arbeiten an, etwa der Innenausbau. Der Rathauschef teilte mit, dass im Spätsommer bis Frühherbst das Bauprojekt endlich beendet werden solle.
Stephan Storch, Architekt im zuständigen Fuldaer Architekturbüro Reith Wehner Storch erläuterte: „Das neue Gebäude baut auf dem Fußabdruck der alten Hütte auf.“ Hinzugekommen sei ein Nebengebäude als „kleiner Bruder“ in gleicher Bauform. Die über 50 Elemente für den Rohbau seien in nicht einmal drei Wochen zusammengefügt und platziert worden, was eine beachtliche Leistung darstelle. Durch den Holzbau entstehe eine „warme und heimelige Atmosphäre“, lobte Storch. Er bedankte sich bei allen Beteiligten und ergänzte: „Wir freuen uns auf die Eröffnung in diesem Jahr.“ Ähnliche Dankesworte überbrachte Martin Herbst, Vorsitzender der Gemeindevertretung Hofbieber. Sein besonderes Lob galt dem Bürgermeister, welcher mit viel Herzblut immer wieder über den Stand des Projekts informiere: „Er ist fast jeden Tag hier oben.“ Für das Bauvorhaben seien einige Hindernisse überwunden worden, meinte Waltraud Flügel-Büttner, Ortsvorsteherin von Danzwiesen. Sie überreichte als Geschenk zum Richtfest ein Hufeisen an Röder. Das Hufeisen wurde früher von einem Kaltblüter getragen, welches in der Forstwirtschaft eingesetzt worden war, erzählte sie. Nun solle es weiterhin Glück bringen. In geselliger Runde wurde bei Würstchen, Brezeln und kühlen Getränken noch eine Weile gefeiert.
