Schönheide – Lauterbach 3:2 nach Overtime
Die Lauterbacher Luchse standen nach der bitteren Niederlage in der Verlängerung schon mit dem Rücken zur Wand: Im dritten Playoff-Halbfinale gegen die Schönheider Wölfe lieferten sich beide Teams ein spannendes Duell, das erst in der Overtime entschieden wurde. Am Ende hatten die Gastgeber aus Schönheide das Quäntchen mehr Glück und konnten sich den 2:1-Serienvorsprung sichern. Damit haben die Wölfe am Sonntag in Lauterbach den ersten Matchball, während die Luchse um das Weiterkommen kämpfen müssen.
Wie schon in den vorangegangenen Partien des Halbfinales gingen die Wölfe zunächst in Führung. In der achten Spielminute traf Seidel zur 1:0-Führung für die Gastgeber. Doch die Luchse hielten stark dagegen und es entwickelte sich ein mitreißendes, intensives Eishockeyspiel auf Augenhöhe. Vor den 592 Zuschauern bewiesen beide Teams ihr kämpferisches Potential und boten ein temporeiches Regionalliga-Spiel.
In der zwölften Minute gelang den Luchsen in Unterzahl der verdiente Ausgleich. Mika Junker nutzte eine Unachtsamkeit in der gegnerischen Defensive und erzielte das 1:1. Doch die Freude hielt nicht lange, denn nur eine Minute später brachte der Top-Scorer der Schönheider, Rubes, sein Team in derselben Überzahlsituation wieder in Front (2:1).
Im zweiten Drittel übernahmen die Luchse phasenweise die Kontrolle und erarbeiteten sich einen sichtbaren Vorteil. Ihr Engagement wurde in der 34. Minute belohnt, als Julius Kranz den gegnerischen Torhüter Granert überwand und den erneuten Ausgleich markierte. Trotz weiterer Chancen auf beiden Seiten blieb es beim 2:2 bis zum Ende der regulären Spielzeit.
Im letzten Drittel schenkten sich beide Teams nichts. Hochkarätige Chancen wurden von den Torhütern entschärft, sodass keine weiteren Treffer fielen. Damit musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen. Dort traf es die Luchse hart: Dave König musste nach einer mehr als fragwürdigen Strafe auf die Strafbank, was den Wölfen die entscheidende Überzahlsituation verschaffte. Jan Meixner nutzte diese Gelegenheit und erzielte den viel umjubelten Siegtreffer für die Gastgeber.
Mit diesem Ergebnis ging Schönheide in der Serie mit 2:1 in Führung. Für die Lauterbacher Luchse bedeutete das: Am Sonntag musste ein Sieg her, um den Serienausgleich zu erzwingen und nicht vorzeitig in die Sommerpause geschickt zu werden.
Lauterbach – Schönheide 7:1
Mit dem 7:1-Heimsieg vertagen die Lauterbacher Luchse die Entscheidung um den Einzug ins Finale der Regionalliga Ost. Vor fast 500 Zuschauern lieferten die Gastgeber eine souveräne und dominierende Leistung ab. Nun geht es schon am Dienstag um 19 Uhr in Schönheide um alles oder nichts: Ein Sieg bringt die Luchse ins Finale, eine Niederlage bedeutet das vorzeitige Saisonende.
Von Beginn an machten die Lauterbacher Luchse deutlich, wer im heimischen Luchsbau das Sagen hat. Mit einer konzentrierten Defensivleistung und druckvollen Offensivaktionen bestimmten sie das Spielgeschehen. In der 16. Minute wurden ihre Bemühungen belohnt: Julius Kranz erzielte den ersten Treffer des Abends und sorgte damit für die 1:0-Pausenführung.
Direkt nach Wiederanpfiff erwischten die Gastgeber einen Traumstart. Nur zwei Minuten nach Beginn des zweiten Drittels baute Andre Bruch die Führung auf 2:0 aus. Im weiteren Verlauf wurde die Partie härter, mit Strafen auf beiden Seiten, die jedoch ohne Auswirkungen auf das Ergebnis blieben. In der 31. Minute erhöhte Kapitän Tobias Schwab auf 3:0, bevor Andre Bruch mit seinem zweiten Treffer des Abends in der 34. Minute den 4:0-Pausenstand markierte.
Im Schlussdrittel nahm die Intensität etwas ab. Die Gäste aus Schönheide wechselten den Torhüter und schonten einige Stammspieler, offenbar mit Blick auf das entscheidende Spiel am Dienstag. Die Luchse hingegen blieben weiterhin torhungrig: Tobias Schwab, Pohl und Maier trugen sich ebenfalls in die Torschützenliste ein und schraubten das Ergebnis auf 7:0. In der 50. Minute gelang den Schönheidern durch Arthur Schwabe in doppelter Überzahl der Ehrentreffer zum 7:1-Endstand.
Trotz des Sieges sollten die Luchse diesen Erfolg nicht überbewerten. Am Dienstag zählen die bisherigen Ergebnisse nicht mehr, wenn es in Schönheide um den Finaleinzug geht. Dennoch werden die Lauterbacher mit Selbstbewusstsein in die Partie gehen, nachdem sie bereits zweimal bewiesen haben, dass sie mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung das Ticket für das Finale lösen können. Die Regionalliga Ost bleibt also bis zur letzten Minute spannend.
