Aus jedem Spiel die richtigen Schlüsse ziehen – das ist eine der Aufgaben des Trainerteams um Chefcoach Daniyel Cimen, das sich in diesem Fall jedoch auf Zahlen beschränken kann: „Auch wenn es gute Gegner waren, sind sechs Gegentore in zwei Spielen natürlich zu viel. Da müssen wir stabiler werden, und versuchen, dem Gegner weniger Möglichkeiten zu geben“, so Cimen.
Die Aufgabe könnte allerdings nicht schwieriger sein, denn mit dem FSV Frankfurt wartet nun der Tabellendritte, der ebenfalls Ansprüche auf eine Rückkehr in Liga drei anmeldet. Zwar schoss der FSV mit 38 Saisontreffern deutlich weniger Tore als Hoffenheim II (54) und Offenbach (52), doch hat das vielleicht gefährlichste Sturmduo der Regionalliga: Cas Peters mit zwölf Saisontoren und Lucas Hermes mit neun Treffern zeichnen sich für 55 Prozent aller FSV-Tore in dieser Spielzeit verantwortlich. Peters traf auch in der Hinrunde beim Cimen-Debüt für die SGB, das Spiel endete 1:1.
„Die Stürmer treffen und funktionieren auch nur, wenn es drumherum auch stimmt. Da hat der FSV, gerade im Zentrum, sehr viele Spieler, die sehr flexibel und laufstark sind. Sie kreieren viele Chancen, und in den meisten Fällen bist du auf einen Vollstrecker angewiesen, von denen sie gleich zwei haben“, will Cimen die Frankfurter nicht nur auf das Duo vorne beschränken: „Außerdem sind sie bei Standards sehr stark, haben gute Schützen und gute Verwerter. Insgesamt stehen sie nicht umsonst, sondern völlig zurecht da oben“.
Der FSV wäre sogar Tabellenführer, wenn da nicht der Stolperer in der Vorwoche beim Bahlinger SC (2:3) gewesen wäre, wo ausnahmsweise mal mit Timo Hildmann und Sho Sannomiya zwei andere Akteure trafen. Tobias Peitz wiederum fehlt beim FSV in der Zentrale am Samstag gegen die SGB gelbgesperrt, mit Jan-Erik Eichhorn (Muskelriss) fehlt ein weiterer bisheriger Stammspieler, der bei Hannover 96 ausgebildet wurde, gar bis Saisonende. Dennoch komme auf die Barockstadt eine „verdammt schwierige Aufgabe“ zu, so Cimen, der sich aber nicht verstecken will: „Wir werden auch dort versuchen, etwas mitzunehmen. Wir wollen mutig sein und dabei eine gute Balance hinbekommen. Dazu müssen wir, egal gegen wen, bei uns bleiben. Versuchen, unser Spiel durchzudrücken“. Immerhin ist Tim Korzuschek, der wieder voll mittrainieren konnte, eine Option für die Startelf. Taha Aksu, der wegen Krankheit flach liegt, fällt als einziger Akteur bisher aus.
Wie gewohnt tickert Osthessen-Zeitung auch am Samstag wieder vom Regionalliga-Derby der SGB in Frankfurt. Einen Livestream gibt es wie gehabt beim Anbieter Leagues.
