„Freiberg kommt mit einer extrem gefährlichen Mischung“, weiß Barockstadt-Trainer Daniyel Cimen und warnt zurecht vor dem SGV: Nicht nur ist Freiberg Tabellenvierter und steht in der Auswärtstabelle gar auf Rang zwei. Obendrauf stehen 13 Spiele in Folge ohne Niederlage in der Regionalliga seit Anfang Oktober. In dieser Zeit gewann Freiberg in Offenbach und in Hoffenheim. Mehr geht eigentlich nicht. „Die formstärkste Mannschaft der Liga“, unterstreicht Cimen.
Dazu kommt noch ein weiterer Faktor, der vielleicht auch für den aktuellen Erfolg sorgt: Die Nicht-Einreichung der Lizenzunterlagen für die 3. Liga gefiel in Freiberg nicht jedem, einige Spieler hatten sich öffentlich geäußert, so Kapitän Marco Kehl-Gomez, der von einem „Schlag ins Gesicht“ sprach. Doch das Team scheint, umso mehr etwas beweisen zu wollen. „Das ist ganz gefährlich“, so Cimen: „Anscheinend hat diese Entscheidung keinen Abbruch getan, sondern es ist ein Riesen-Selbstbewusstsein und eine gewisse Lockerheit entstanden“.
Für die SG Barockstadt geht es indes um alles, der Abstiegskampf ist eingezogen. 32 Punkte sammelte die SGB bisher in dieser Saison – in den vergangenen Partien allerdings eher Gegentore als Punkte. „Das müssen wir uns ankreiden und gefallen lassen. Wir fangen zu einfache Gegentore, die Gegner müssen wenig dafür investieren“. Das soll sich ändern gegen den SGV Freiberg, der mit zwei Ex-Fuldaern kommt: Gal Grobelnik, der in dieser Saison schon acht Tore erzielte. Und Leon Petö, der im Winter aus Homburg nach Freiberg wechselte, während mit Dennis Owusu ein anderer alter Bekannter nach Tschechien wechselte. Der eine oder andere Kontakt zu den Barockstadt-Spielern bestehe bestimmt noch, vermutet Cimen, „doch auch das wird am Samstag mal 90 Minuten ruhen“. Denn um die Freiberger in den Griff zu bekommen, haben die Fuldaer auf dem Platz ohnehin genug Arbeit vor sich.
Die jüngsten Ergebnisse und Spiele gingen „nicht spurlos“ am Team vorbei, sagt der Cheftrainer, der die Lage in der Trainingswoche nochmal ins Gedächtnis rief: „Wir hoffen, dass alle Sinne geschärft sind. Man merkt den Jungs den Frust an, aber für einen Trainer ist es auch gut, zu spüren, dass in der Mannschaft etwas arbeitet. Sie will eine Reaktion zeigen“. Alle Mann sind einsatzbereit, bestätigt Cimen, der sich in Sachen Defensive noch nicht festlegen möchte, ob es Veränderungen nach den Auftritten de vergangenen Wochen gibt. „Man hinterfragt natürlich ein paar Dinge“, so der Coach weiter.
Natürlich tickert Osthessen-Zeitung am Samstag wieder live aus der Johannisau: Der Ticker startet gegen 13.45 Uhr. Wer noch Karten sucht, wird im Online-Ticketshop der SGB fündig. Gestreamt wird die Partie auch wieder auf Leagues.
