Vier Gegner aus den Top Sechs spielte die SG Barockstadt in den vergangenen Wochen hintereinander, der fünfte kommt nun – und mit Hoffenheim II spielen die Fuldaer am Freitagabend sogar beim Tabellenführer vor. Die TSG hatte aus der Winterpause heraus ein ähnliches Hammer-Programm, spielte letzter Minute unentschieden gegen Offenbach und verlor beim FSV und gegen Freiberg. Seither ist Hoffenheims Nachwuchs aber wieder in der Spur und gewann zweimal 3:0.
Diese Sorgen hätte die SG Barockstadt wohl gerne – drei Niederlagen am Stück, fünf Spiele kein Dreier und noch gänzlich ohne Pflichtspielsieg in 2025. Wenn sich das noch im März ändern soll, ist am Freitag die letzte Gelegenheit dazu. „Das ist sicher eins der schwersten Auswärtsspiele der Saison“, weiß Trainer Daniyel Cimen. Und auch wenn die SGB im Hinspiel (0:0) zeigte, dass sie die TSG ärgern kann, so waren die Auswärtsfahrten nach Sinsheim (0:3, 0:4) in den vergangenen Saisons wenig lohnenswert.
Neben defensiver Stabilität gegen den 60-Tore-Angriff um Toptorjäger David Mokwa Ntusu (14 Saisontore) ist aber auch der Drang nach vorne vonnöten. Denn die Teams, die gegen Hoffenheim II etwas holten, „waren nicht nur aufs Verteidigen aus“, weiß Cimen: „Du brauchst auch Mut in der Offensive und eine sehr hohe Effizienz“. Diese Effizienz legte die SG Barockstadt zumindest in den vergangenen Wochen nicht unbedingt an den Tag, und ausgerechnet am Freitag schwinden auch noch die Offensiv-Optionen: Moritz Reinhard fehlt gelbgesperrt, Taha Aksu krankheitsbedingt. Tim Korzuschek hat wieder Probleme mit den Adduktoren und ist fraglich, ebenso der angeschlagene Nils Fischer. Defensiv wackelte Aaron Frey diese Woche, der aber rechtzeitig fit werden dürfte, ist Cimen zumindest etwas zuversichtlich. Allzu viele Alternativen nach vorne hin wird es also nicht geben, doch der Coach hofft bei allen auf Erfolgserlebnisse, sprich Tore: „Es würde dem einen oder anderen ganz gut tun, wieder Selbstvertrauen und ein Selbstverständnis entwickeln zu können“.
Würde der SGB eine Führung gelingen, könnte die Partie eine andere Wendung nehmen, als jene Spiele, die zuletzt ohne Punkte endeten. Gleichwohl wissen die Fuldaer aber um die Größe der Aufgabe: „Hoffenheim bringt eine extrem hohe individuelle Qualität mit. Ihre größte Stärke ist der Fundus an Talenten. Egal wie ein Spiel läuft, sie können drei, vier, manchmal fünf Positionen verändern und man merkt gefühlt nie einen Leistungseinbruch. Qualitativ sicher die insgesamt stärkste Truppe in der Liga – aber eine Herausforderung, der wir uns stellen wollen“.
Auch am Freitagabend begleitet Osthessen-Zeitung natürlich das Gastspiel der SGB bei Hoffenheim II. Der Ticker startet gegen 18.45 Uhr. Im Stream gibt es das Spiel wieder bei Leagues zu sehen.
