Lokales FD 25.03.2025

Plasmaspenden retten Leben – Zentrum in Fulda offiziell eröffnet

Fulda (fp) – Das Plasmaspendezentrum in der Bahnhofsstraße 2 in Fulda, direkt gegenüber dem Uniplatz, ist bereits seit etwa einem Jahr in Betrieb. Am Montag wurde nun die offizielle Eröffnung nachgeholt. Bei einer kleinen Feier wurde das symbolische, rote Band durchgeschnitten und die wichtige medizinische Einrichtung eingeweiht.

Von links: Torsten Kramm, Claudia Hümmler-Hille, Christoph Burkard, Peter Schrempp, Michael Konow und Stefan Schunck beim Durchschneiden des roten Bandes. Foto: Felix Pillat

Im vierten Stock des großen Gebäudes in der Bahnhofsstraße findet sich nun schon circa ein Jahr lang das Plasmaspendezentrum. Dort können Leute ihr Blutplasma, das für viele Menschen mit verschiedensten Erkrankungen überlebenswichtig ist, abgeben und Leben retten. Denn der Stoff, aus dem unser Blut großteilig besteht, sei eine wichtige Ressource in vielen Bereichen des Gesundheitswesens, erklärte Peter Schrempp, geschäftsführender Gesellschafter des Plasmaspendezentrums. So finde es beispielsweise Anwendung bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen und schweren Blutkrankheiten „Aber es ist beispielsweise auch die Basis zur Herstellung vieler Medikamente“, fügte Schrempp an. Trotzdem gebe es weltweit mehrere Millionen Liter vom „lebensnotwendigen Stoff zu wenig“, sagte er weiter. Und das, obwohl Plasma deutlich öfter gespendet werden dürfe als bei Blut selbst. Bis zu 60 Mal im Jahr könnten Patienten im Zentrum vorstellig werden, betonte er.

Zur Eröffnung findet außerdem derzeit eine besondere Aktion statt, mit dem Spender gleich doppelt Gutes tun können: Zu Gunsten der Fuldaer Tafel und des Fördervereins des Vonderau Museums (Freunde des Museums e.V.) können die Spenderinnen und Spender auf die Aufwandsentschädigung verzichten und damit noch mehr Menschen helfen.

Gerade in der Region Fulda sei das Gesundheitswesen ein wichtiger Teil der Wirtschaft, stellte Christoph Burkard, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Fulda, heraus. Er bezeichnete sie sogar als „Unique Selling Point (USP) der Region“. In den vergangenen Jahren seien viele neue Aspekte in diesem Bereich dazugekommen, berichtete er und ergänzte: „Da passt auch das Plasmazentrum perfekt rein.“ Als Gastgeschenk überreichte er eine gerahmte Collage mit Motiven der Stadt Fulda.

Auch Michael Konow, Geschäftsführer der IHK Fulda, gratulierte zur gelungenen Eröffnung des Plasmazentrums und fügte mit Blick auf die derzeitige wirtschaftliche Lage an: „In der vergangenen Zeit hatten viele Unternehmen schließen müssen. Da ist es umso erfreulicher, dass wir heute mal etwas eröffnen können.“ Über 10.000 Menschen wären in der Region im Gesundheitswesen tätig, was diesen Wirtschaftszweig enorm zukunftsträchtig mache, führte Konow weiter aus. Außerdem würden durch Blutplasma viele Leben gerettet werden, was aus Sicht eines Ökonomen natürlich sehr wichtig sei, wie er mit einem Augenzwinkern angab: „In Zeiten des Fachkräftemangels tragen Sie hier zum Erhalt von Humankapital bei.“ Er überreichte ebenfalls ein Gastgeschenk.

Torsten Kramm, Leiter des Firmenkundencenters der Sparkasse Fulda, gratulierte ebenfalls zur erfolgreichen Gründung und überreichte eine kleine Spende der Sparkasse an das Plasmaspendezentrum. Abschließend stellten sich noch Stefan Schunck, Vorstandsvorsitzender der Tafel Fulda, und Hümmler-Hille, Zweite Vorsitzende des Vereins „Freunde des Museums“, einschließlich ihrer jeweiligen Vereine vor und dankten Schrempp für die Zusammenarbeit. Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es einen kleinen Sektempfang mit Snacks vom Catering des Restaurants Bellini.

Eröffnung des Plasmaspendezentrums Fulda. Fotos: Felix Pillat