Handball 21.03.2025

Oberligen – TVH-Frauen mit erstem Machtball: „Haben es verdient“

Osthessen (jk) – Die Handballerinnen des TV Hersfeld spielen eine Oberliga-Saison, die ihresgleichen sucht: 17 Spiele und kein Punktverlust stehen in der Bilanz des TVH. Am Sonntag (17 Uhr) will das Team von Trainerin Sabine Teichmann bei der FSG Körle/Guxhagen den ersten Matchball zur Meisterschaft direkt verwandeln. Die Sektflaschen sind jedenfalls schon kalt.

Archivfoto: Christine Görlich.

 

Frauen-Oberliga

Der Fokus bei den Hersfelderinnen liegt ganz klar auf den Sonntag: Bei Körle/Guxhagen trifft das Team von Teichmann auf einen nicht zu unterschätzenden Gegner, trotz der Tabellensituation sollte ein Sieg aber Pflicht sein. „Die Halle dort liegt uns nicht besonders. Die Zuschauer sitzen direkt hinter uns und auch die Atmosphäre ist immer sehr gut“, erklärt die Hersfelder Trainerin. Ausreden zählen für Teichmann aber nun nicht mehr. „Wir wollen 100 bis 120 Prozent geben. Es gibt nur Vollgas“, beschwört sie ihre Mannschaft. Mit einer schnellen und stabilen Abwehr möchten die Hersfelderinnen die Offensive der FSG in Schach halten und mit schnellen, gut ausgespielten Angriffen vorne zuschlagen. „Wir müssen und wollen. Da brauchen wir nicht drumherum zu reden“, so Teichmann.

Mit 17 Siegen aus genauso vielen Partien spielen die Hersfelderinnen eine Oberliga-Saison, die sich sehen lässt. 535 Tore und gerade einmal 368 Gegentreffer sprechen jedenfalls für sich, trotz zweier Spielausfälle und Wertungen. „Das ist schon sehr aussagekräftig. Ich habe aber auch schon Pferde kotzen sehen“, warnt die Trainerin dennoch. Nach dem Punktabzug vergangene Saison vergangenen scheiterte Hersfeld vor einem Jahr am Aufstieg, nun will der TVH den ersten Matchball direkt nutzen und sich im kommenden Jahr in der Regionalliga einen Namen machen. „Wir haben es uns nach so einer langen Zeit auch verdient“, sagt Teichmann – wahrlich richtig.

Bereits vergangene Woche wurden die Sektflaschen kalt gestellt. Reichensachsen machte ihnen allerdings einen Strich durch die Meisterschaftsfeier. „Wir haben gerechnet und geschaut, aber den SVR nicht richtig auf den Schirm gehabt mit unserem Punktabzug“, erläutert die Trainerin. Am Sonntag fährt nun der gesamte Tross nach Nordhessen, egal ob angeschlagen, verletzt oder topfit. „Die Einheit steht. Ich hoffe, wir werden die Sektflaschen köpfen“, schmunzelt Teichmann. Mit Anne Manteufel kann sich die Trainerin auf eine wichtige Spielerin freuen, dich für Sonntag doch noch rechtzeitig fit werden dürfte.

Die Handballerinnen der HSG Großenlüder/Hainzell haben an diesem Wochenende spielfrei. Ihr nächstes Spiel steigt am Sonntag, 30. März, bei Fritzlar II.

 

Männer-Oberliga

Auch für die Männer geht es an dem Wochenende wieder auf die Platte. Der Hünfelder SV reist am Samstag (19.30 Uhr) zur HSG Wesertal. Das Duell gegen den direkten Tabellennachbarn ist eine wichtige Begegnung für das Team von Trainer Felix Rehberg. Mit einem Sieg könnten die Handballer aus der Zuse-Stadt den Rückstand auf die Gastgeber bis auf drei Punkte verringern.

Der TV Hersfeld empfängt eine halbe Stunde früher, also um 19 Uhr, die HSG Fuldatal/Wolfsanger, ebenfalls der direkte Tabellennachbar. Mit einem Sieg könnten die Hersfelder am Gegner vorbeiziehen und auf Tabellenplatz sechs vorrücken.

Für die HSG Großenlüder/Hainzell geht es am Sonntag (17.30 Uhr) zum Tabellenzweiten TSG Dittershausen. Lediglich ein Zähler trennen die HSG auf Rang vier von der TSG. Während die Osthessen mit 662 Toren die beste Offensive der Liga stellen, stellt Dittershausen mit bislang 520 gefangenen Toren die zweitbeste Abwehr in der Oberliga Nord – ein Duell zwischen Power-Offensive und stabiler Defensive wartet.