Handball 14.03.2025

Oberligen – Rehberg appelliert an Tugenden – „Einstellung muss passen“

Osthessen (jk) – Auf die Handballer aus Osthessen warten an diesem Wochenende einige Hochkaräter: Die Männer des Hünfelder SV empfangen am Samstag (18.30 Uhr) den VfL Wanfried. Nach der zuletzt knappen Niederlage in Hofgeismar appelliert Trainer Felix Rehberg, zu den grundlegenden Tugenden zurückzukehren, um wieder in die Spur zu finden. Die Frauen der HSG Großenlüder/Hainzell wollen nach der deutlichen Derby-Niederlage gegen Hersfeld ebenfalls Aufbauarbeit leisten, viel leichter wird es am Sonntag (15 Uhr) zuhause gegen den aktuellen Tabellenzweiten HSG Zwehren/Kassel allerdings nicht. 

Fotos: Christine Görlich.

 

Männer-Oberliga Nord

Die kürzliche Niederlage gegen Kellerkind Hofgeismar/Grebenstein liegt HSV-Coach Felix Rehberg noch tief im Magen. Auch wenn der Trainer selbst nicht vor Ort sein konnte, tauschte er sich mit seinem Team aus. „Wir können noch an vielen Schrauben drehen. So einen Gegner muss man schlagen, wenn man die passende Einstellung hat – und das hatten wir nicht“, so Rehberg. Gegen Wanfried appelliert der Coach nun daher an die Grundtugenden des Handballs. „Ich erwarte die Grundlagen. Und das ergibt eine ordentliche Einstellung“, so der Coach. Der VfL sei in der Oberliga die vielleicht erfahrenste Mannschaft, ist gespickt mit individuellen starken Spielern auf jeder Position. „Sie haben einiges an Erfahrung, keine Schwachstellen“. Gerade die Offensive, die ihre Gegner immer wieder versuche, in Eins-gegen-Eins- oder Zwei-gegen-Zwei Situationen zu bringen, könne Hünfeld vor Problemen stellen. „Wir haben sehr oft Probleme gegen solche Gegner“, weiß Rehberg und appelliert an sein Team. „Wir müssen in der Arbeit zusammenarbeiten und versuchen, in Überzahl zu verteidigen“. Personell fehlen werden Nicolas Reuchsel (verletzt) und Jannik Bachus (Sperre) auf der halblinken Position. „Da müssen wir etwas improvisieren. Wir haben aber viele junge Spieler“, so Rehberg vor dem Duell gegen den Tabellenfünften.

Direkt hinter Wanfried steht der TV Hersfeld, der bereits am Freitag im Einsatz ist: Um 20 Uhr gastieren die Hersfelder beim Spitzenreiter MSG Körle/Guxhagen, der in 19 Spielen erst zwei Niederlagen kassierte, und wollen versuchen, dem Topteam ein Bein zu stellen. Am Sonntag um 17 Uhr sind dann noch die Männer der HSG Großenlüder/Hainzell dran: Nach dem Trainerwechsel soll es erfolgreich weitergehen, die Lüderer spielen zuhause gegen die HSG Twistetal.

 

Frauen-Oberliga Nord

29:40 mussten sich die Frauen der HSG Großenlüder/Hainzell vergangene Woche im Derby in Hersfeld geschlagen geben. Für Trainerin Anne Deckenbach war das zu wenig. „Die erste Halbzeit haben wir gut bestritten, im zweiten Durchgang haben wir uns aber zu viele Fehler erlaubt“, sagt sie rückblickend. So trafen eigentlich gute Schützinnen nicht mehr, die Abwehr war zu anfällig, aber auch technische Fehler schlichen sich ein. „Wir haben uns auch zu der ein oder anderen Zwei-Minuten-Strafe verleiten lassen“, hadert Deckenbach noch immer. Insgesamt fünf Zeitstrafen kassierte die HSG – zum Vergleich: Hersfeld erhielt im Derby lediglich drei. „Es sind viele Dinge nicht so rundgelaufen“. Am Sonntag (15 Uhr) soll sich das vor heimischer Kulisse ändern. Das jüngste Ergebnis von Zwehren/Kassel überraschte Deckenbach. 44:31 setzte sich der Tabellenzweite deutlich im Topspiel gegen Reichensachsen durch. Dennoch erhofft sich die Lüderer Trainerin, aufgrund der etwas knapperen Hinspielniederlage (27:31), etwas Zählbares zuhause behalten zu können. „Wir warten ab, was uns erwartet“, so die Trainerin. Personell müsse Deckenbach auf Solveig Elsing (verletzt) verzichten, sonst könne sie aus dem Vollen schöpfen. Zum ersten Mal hat Deckenbach sogar eine zweite Torhüterin auf der Bank. „Wir spielen ja eigentlich nur mit einer, was schon sehr besonders ist“, freut sie sich.

Spitzenreiter TV Hersfeld ist derweil schon am Samstag wieder gefordert: Im Heimspiel um 17 Uhr gegen die HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II soll es den nächsten Sieg geben, der Meistertitel ist ohnehin nicht mehr weit entfernt für die TVH-Frauen.