Handball 07.03.2025

Oberligen – Hersfeld gegen Großenlüder: Zwei Derby-Kracher locken

Osthessen (jk) – In den Hallen in Osthessen jagt an diesem Wochenende ein Derby das nächste: in der Oberliga Nord treffen die Handballer der HSG Großenlüder/Hainzell am Sonntag (17 Uhr) in der heimischen Lüdertalsporthalle auf den TV Hersfeld. Genau 24 Stunden zuvor steigt am Samstag das Derby der Frauen: Oberliga-Spitzenreiter TV Hersfeld erwartet die HSG zum Derby-Klassiker in der Geistalhalle.

Die HSG Großenlüder/Hainzell empfängt Hersfeld zum Osthessen-Derby. Fotos: Christine Görlich.

Die Hersfelder Frauen erwarten osthessischen Besuch in der Geistalhalle.

Männer-Oberliga Nord

Nach Startschwierigkeiten nach der Winterpause sind die Hersfelder Männer in der Rückrunde der Oberliga Nord angekommen, das weiß auch HSG-Trainer Adrian Schild. „Sie gehören zu den besseren Mannschaften der Liga“, erklärt er. Zum Osthessen-Derby erwartet Großenlüders Übungsleiter ein hitziges Duell, was seinem Team einiges abverlangen werde. „Es wird sehr körperbetont. Beide Mannschaften sin hochmotiviert“. Bei so einem Derby zwischen Großenlüder/Hainzell und Hersfeld muss der Coach keine Motivationsreden schwingen: Jeder seiner Spieler fiebere auf die Begegnung hin. „Es wird sehr emotional, für alle Beteiligten und Zuschauer“, so Schild, der auf eine volle Halle hofft. „Von der Klasse her ist Hersfeld unsere Kragenweite“. Das Hinspiel zwischen den beiden Ende Oktober ging deutlich mit 40:32 an die Lüderer. Schild gehe am Sonntag aber nicht von einem ähnlichen Spielverlauf, sondern einem engen Derby aus. Personell kann er, bis auf den weiterhin verletzten Lukas Dimmerling (Bänderriss), beinahe aus dem Vollen schöpfen. „Wir haben ein paar Angeschlagene, aber es wird besser“.

Beim Gegner aus Hersfeld gibt es unterdessen eine Personale zu vermelden: Lasse Reinhardt, der jüngere Bruder von Fynn, wird zur neuen Saison zum TVH zurückkehren, wie die Hersfelder Zeitung verkündet hatte. Der 23-Jährige spielt aktuell höherklassig und als Kapitän für den GSV Eintracht Baunatal und wird künftig wieder mit seinem Bruder auf der Platte stehen.

Für den Hünfelder SV geht es bereits am Samstag (19 Uhr) auf die Platte: Dabei reist der HSV zum Tabellenschlusslicht HSG Hofgeismar/Grebenstein. Bereits das Hinspiel war mit 68 Treffern eine torreiche Partie. Damals konnten sich die Hünfelder mit 35:33 knapp durchsetzen. Am Samstag erhoffen sich die Zuschauer in der Kreissporthalle Hofgeismar ein erneutes Torspektakel – und die Hünfelder wollen sich weiter von unten distanzieren.

 

Frauen-Oberliga Nord

Die Hersfelder Frauen spielen bislang eine Sensationssaison. 15 Siege aus 15 Spielen stehen zu Buche, zudem stellen sie mit gerade einmal 320 Gegentreffern die beste Defensive der Liga – wobei da zwei Spiele ausgefallen waren und per Wertung an den TVH gingen. In den vergangenen Wochen hatte Trainerin Sabine Teichmann allerdings mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen. Es ging sogar so weit, dass die Hersfelderinnen vergangenes Wochenende fast kein konkurrenzfähiges Team auf die Platte hätten bringen können. „Zum Glück hatten wir spielfrei“, so Teichmann. Lara Raguse (Schulterverletzung), Mara Spill (Knieverletzung) und Anna-Lena Busalt (Kreuzbandriss) stehen auf der Verletztenliste. Hinzu kommen noch krankheitsbedingte oder private Ausfälle, wie beispielsweise Torfrau Nike Höhmann. Dafür rücken die Neuzugänge Laura Eimer und Alicia Tewes nach.

Unter den Umständen erwartet Teichmann ein schweres Derby am Samstag (17 Uhr) gegen Großenlüder/Hainzell. Gerade gegen Reichensachsen zeigte Großenlüder eine gute Leistung und musste sich nur knapp mit 30:31 geschlagen geben. Zudem habe die HSG mit Sina Schultheis die beste Torschützin der Liga. In 16 Partien traf sie 164 Mal. Somit hat sie ein Torschnitt von 10,25 Treffern pro Spiel. Über die Stärke der Gäste weiß die Hersfelder Trainerin aber bestens Bescheid. „Wir haben Mittel und Wege einstudiert, um sie aufzuhalten. Wir dürfen uns keinen Schnitzer leisten“, appelliert Teichmann an ihr Team. „Die Mädels müssen alles geben. Es wird keine leichte Aufgabe“. Während des Derbys hofft sie auf die tatkräftige Unterstützung der Hersfelder Zuschauer. Bereits in Reichensachsen hatten die Fans das Team mobilisiert und zum knappen 28:27 angefeuert. „Diese Unterstützung ist wichtig für uns“, so Teichmann.