Handball 28.03.2025

Oberligen – Derby-Kracher beim HSV – HSG-Frauen gebeutelt

Osthessen (jk) – Handball-Fans aus Osthessen dürfen sich an diesem Wochenende auf einen besonderen Kracher freuen: Am Samstag (18.30 Uhr) steigt am 22. Spieltag der Männer-Oberliga Nord das Derby zwischen dem Hünfelder SV und dem TV Hersfeld. Nach zwei Siegen im Jahr 2025 stecken die Hünfelder mitten im Abstiegskampf und stehen gegen starke Hersfelder unter Zugzwang. Zurück auf die Platte kehren die Handballerinnen der HSG Großenlüder/Hainzell. Nach einer spielfreien Woche reist das Team von Trainerin Anne Deckenbach am Sonntag (14.30 Uhr) zum SV Fritzlar II.  

Fotos: Chrsitine Görlich

Männer-Oberliga

Das Handballjahr 2025 meint es mit dem Hünfelder SV nicht gut. Lediglich zwei Siege aus insgesamt neun Partien konnte das Team von Trainer Felix Rehberg bisher nach der Winterpause bejubeln. Zu wenig, um in der Oberliga mitzuhalten. „Ich erwarte, dass jeder weiß, was die Uhr geschlagen hat. Wir sind mitten im extremen Abstiegskampf und müssen punkten“, sagt Rehberg, der ein schwieriges Restprogramm erwartet. „Zum Ende warten unter anderem Großenlüder und Dittershausen. Wir müssen jetzt punkten“. Mit dem TV Hersfeld gastiert ein Team, welches ein ähnliches Jahr 2025 spielt wie der HSV. Zwei Siege aus neun Partien stehen auf der Seite des TVH. Trotz der Negativserie und der Verletzung vom Hersfelder Routinier Lukas Berger erwartet Rehberg die richtige Einstellung von seinem Team. „Sie werden von Anfang an hohes Tempo aufnehmen, was wir mitgehen müssen“, hat Rehberg besonders bei den schnellen Gegenstößen der Gäste Respekt, aber auch ein Gegenmittel: „Konter nimmst du weg, wenn du selbst vorne triffst“.

Besonders den staken Mittelblock und Ausnahmespieler Fynn Reinhardt müsse der HSV in den Griff bekommen. Der ehemalige Drittliga-Akteur sei der Unterschiedsspieler in den Reihen der Hersfelder. „Jeder versucht ihn in den Griff zu bekommen. Manche schaffen es besser, andere eher weniger“, erläutert der HSV-Trainer. Personell könne er aus dem Vollen schöpfen: Jannik Bachus kehrt nach zwei Spielen Sperre rechtzeitig zum Derby zurück.

Zuletzt kassierte der HSV eine Schlappe bei Wesertal, Hersfeld wiederum verlor gegen Fuldatal/Wolfsanger nach schwacher erster Hälfte. Von „Standhandball“ hatte Trainer Kai Hüter gesprochen, beim Derby in Hünfeld will der TVH nun wieder mehr Bewegung bringen und damit zum Erfolg kommen.

Auch die Handballer der HSG Großenlüder/Hainzell sind am Wochenende wieder auf der Platte im Einsatz: Am Sonntag (17 Uhr) erwarten sie den Tabellenvorletzten HSG Lohfelden/Vollmarshausen in der Lüdertalsporthalle – und die Lüderer wollen ihrer Favoritenrolle gerecht werden.

 

Frauen-Oberliga

Nach einem spielfreien Wochenende geht es für die Handballerinnen der HSG Großenlüder/Hainzell wieder um Punkte: Die vergangene Woche nutzten die Osthessinnen etwas anders als geplant. „Wir haben Grippe auskuriert“, lacht Trainerin Anne Deckenbach. Einen großer Teil der Mannschaft hatte es wieder erwischt, sodass das Team personell auf dem Zahnfleisch gehe. „Wir müssen schauen, wie wir die Truppe zusammenhalten“. Auf Unterstützung aus der zweiten Mannschaft kann Deckenbach wenig hoffen. Nicht nur ist das Team gespickt mit Jugendspielerinnen, die das Tempo der Oberliga nur bedingt mithalten können. In den vergangenen Wochen wurde die Reserve auch ordentlich gefordert. Bereits vergangenes Wochenende mussten sie sowohl am Samstag als auch am Sonntag ran. Auch das kommende Wochenende steht die zweite Mannschaft bereits Samstag auf der Platte. „Da werde ich nicht mit Freude erwartet, wenn ich um die Ecke komme und sage: Ich brauche noch welche“, weiß Deckenbach. Nichtdestrotz ist die Trainerin guter Dinge. Bereits im Hinspiel zeigten die Osthessinnen beim 33:25-Sieg gegen Fritzlar eine souveräne Leistung. „Sie haben eine sehr junge Mannschaft, die körperlich stark unterlegen ist. Wir müssen sie im Griff haben“, so Deckenbach, die aus den restlichen vier Ligaspielen mindestens sechs Zähler holen möchte. Personell müsse sie auch noch auf Hannah Bruhn und Hannah Möller verzichten. Hinter Einsätzen von Torfrau Nele Reinhardt und Solveig Elsing stehen noch Fragezeichen. Dafür kehrt die Tor-Topschützin Sina Schultheis wieder zurück.

Auch für den frischgebackenen Oberliga-Meister geht es weiter: Die Frauen des TV Hersfeld gastieren am Samstag (18 Uhr) bei der HSG Zwehren/Kassel. 18 Siege aus 18 Spielen sprechen für sich. Nach der frühzeitigen Meisterschaft und den Feierlichkeiten können die Hersfelderinnen die Saison noch ohne Punktverlust beenden. Ein Ziel, das die Dominanz des TVH in dieser Saison nochmals unterstreichen würde. Allerdings wartet in Nordhessen nun der Tabellenzweite.