Fußball 23.03.2025

Oberliga Nord – HSV zu Beginn überrollt – Hersfeld mit „Standhandball“

Osthessen (pf) – Kein erfolgreicher Handballabend aus osthessischer Sicht in der Männer-Oberliga Nord: Der TV Hersfeld verlor sein Heimspiel gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger mit 27:32 (13:17). Der Hünfelder SV ging bei der HSG Wesertal mit 27:40 (11:23) unter.

Archivfoto: Christine Görlich

TV Hersfeld – HSG Fuldatal/Wolfsanger 27:32 (13:17)

Der TV Hersfeld hatte im Heimspiel die Anfangsphase etwas verpennt: 3:7 (11.) und 4:9 (15.) lagen die Hausherren früh in Rückstand und schafften es in der ersten Halbzeit nicht wirklich, zu verkürzen. Gespielt hatte Hersfeld „wie das Kaninchen vor der Schlange“, bemängelte Kai Hüter aus dem Trainerteam: „Nur quer, nicht in die Tiefe. So konnten wir keine Lücken reißen und wirkten überrascht, obwohl wir wussten, das Fuldatal macht und wie sie verteidigen. Aber das war Standhandball“. Zwar war Hersfeld zwischenzeitlich auf zwei Tore dran, dann drehte der Gast kurz vor der Halbzeit aber nochmal auf.

Anfang der zweiten Hälfte stand es dann sogar 15:22 (38.), von einer Aufholjagd war zunächst wenig zu spüren. Doch der TVH versuchte es und kämpfte sich nochmal stark zurück ins Spiel. Es wurde nochmal dramatisch, sechs Minuten vor dem Ende verkürzte Fynn Reinhardt auf 26:28. „Wir hatten noch drei Pfostentreffer“, so Hüter: „Und wir haben leider auch zu viele freie Würfe liegengelassen. Die Torhüterposition ist eigentlich der Schwachpunkt von Fuldatal, die haben wir heute stark gemacht“, sagte Hüter weiter. Nachdem die zweite Hälfte besser war, belohnte sich der TVH hintenraus nicht mehr. „Am Ende war es zu hoch“, so Hüter zu den fünf Treffern Differenz. Wer Hersfeld außerdem merklich fehlte, war Lukas Berger in Eins-gegen-eins-Situationen.

Hersfeld: Spill (2), Hasselbach, Petersen (2), Kürten, Wiegel (5/1), Rübenstahl (5), Schulz, Reinhardt (10), A. Krause (1), Göbel, Voß, Kehl (2).

 

HSG Wesertal – Hünfelder SV 40:27 (23:11)

Es brauchte keine ausführliche Analyse der Hünfelder. „Wir waren heute in allen Belangen unterlegen und haben keine guten Torchancen herausgespielt“, sagte Spielertrainer Felix Rehberg, der auch keine Ausreden suchte. Die erste Halbzeit war katastrophal verlaufen aus HSV-Sicht, mit einem 11:23 saßen die Gäste in der Kabine. „Wir wollten für uns einfach eine gute zweite Halbzeit spielen. Die haben wir mit einem Tor verloren, das war dann auch deutlich besser, wobei der Gegner auch den Fuß vom Gaspedal genommen hat“, so Rehberg weiter. Die Gäste waren dennoch insgesamt gnadenlos von Wesertals Konterstärke eingeholt worden und hätten auch nicht zu Unrecht „in der Deutlichkeit“ verloren, so das ernüchternde Fazit des HSV.

Hünfeld: Matthiessen (7), Schäfer (3), Rehberg (3), Schott (2), Gute (5/5), Hyseni, Kaub (2), Abad Velazquez (1), Sauerbier (3), Zachow (1), Hohmann, Schramm, Krätzig.