Das i-Tüpfelchen auf einem gelungenen Camp war das frühlingshafte Wetter, das den Teilnehmerinnen beste Bedingungen bescherte: „Wir waren 17 Leute, hatten richtig Glück mit dem Wetter und brauchten die Alternativen, die geplant waren, gar nicht“, strahlt Organisatorin Jennifer Romanowski, die mit ihren unterstützenden Partnern selbst gespannt auf das erste Camp war. Für die Frauen gab es gegen die Teilnahmegebühr Übernachtungen, Verpflegung, Techniktraining, begleitete Läufe, Test-Ausrüstung, Ernährungstipps und mehr.
Hier und da musste zwar vom Zeitplan abgewichen werden, sodass am Freitag beispielsweise Kaffee und Kuchen ausfiel. Doch das brachte nicht nur Nachteile: „Wir sind dann los und waren pünktlich zum Sonnenuntergang auf der Milseburg“, berichtet Romanowski. Ebenfalls am Freitag noch auf dem Programm stand ein Technikkurs mit wichtigen Tipps für Bergauf- oder Bergabläufe, mit oder ohne Stöcke.
Samstags gab es dann einen langen Lauf, dabei wurden die Teilnehmerinnen aber in zwei Tempogruppen geteilt und über 23 beziehungsweise 32 Kilometer von Guides begleitet. Nach der Rückkehr gab es eine Physio-Mobilitäts-Einheit, anschließend hielt Romanowski spannende Vorträge zu Ernährung, Training und mehr, und gab Hinweise per Handouts an die Hand.
Am Sonntag gab es einen atemberaubenden Sonnenaufgangs-Lauf ab 6 Uhr, mit tollem Ausblick von der Abtsrodaer Kuppe. Danach ging es wieder runter, doch einige waren da bereits gezeichnet vom Trainingswochenende. Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es weiter zum Klettergarten Steinwand, was die Organisatorin vollauf begeisterte: „Viele hatten sich das nicht zugetraut, aber sind über sich hinausgewachsen. Das war schon krass zu sehen“, sagt Romanowski, die das Klettern auch bei weiteren Camps mit einbauen wird: „Es passt einfach dazu und kam sehr gut an“.
Zum Gesamtpaket gehörte auch eine Yoga-Session bei Sonnenuntergang am Weiherberg, die aber aus zeitlichen Gründen indoor absolviert wurde. Dennoch war das Feedback vollends positiv und machte die Initiatorin glücklich: „Wir waren mega happy. Es hat das gebracht, was es sollte, und gezeigt, dass es definitiv kein Männersport ist, in dem wir uns bewegen“.
Die nächsten Camps sind dann aber auch für Männer offen: Romanowski steckt mitten in den Planungen und freut sich über viele Anmeldungen und gemischte Teilnehmerfelder. Ob Einsteiger oder Fortgeschrittene – jeder könne sich anmelden. Vom 19. bis 22. Juni, am langen Fronleichnams-Wochenende, heißt es „Rhön, run and climb“. Dieses Camp wird in der Kreuzbergregion und an der Kissinger Hütte stattfinden. Vom 29. bis 31. August ist ein Vorbereitungs-Camp für den HochRhön-BergTrail geplant, der im September wieder in Hilders stattfindet. Vom 10. bis 12. Oktober geht es dann sogar in die Alpen. Bei jedem Camp sind Guides mit dabei, die die Laufgruppen begleiten. Außerdem im Gespräch sind Tages-Events zu den Sternenparkwochen in der Rhön, berichtet Romanowski.
Aktuell sind Anmeldungen nur über die Organisatorin privat möglich, beispielsweise über Instagram oder unter jennifer_romanowski@gmx.de. Es entstehe jedoch zeitnah eine Webseite, worüber dies möglich sein wird. Romanowski, die das Trailrunning-Camp Rhön in Eigeninitiative plante, bedankt sich zudem noch bei ihren Partnern: „Ich habe im engsten Freundeskreis ein paar tolle Athleten, die sich in der Rhön auskennen und mit dabei waren“. Dazu bei allen unterstützenden Unternehmen, die Verpflegung oder Ausrüstung bereitstellten, physiotherapeutisch das Camp begleiteten oder anderweitig halfen. Mehr unter: https://trailrunning-camp-rhoen.onepage.me/
