Lokales FD 19.03.2025

Neues Quartierszentrum im Nordend – Solarparks geplant

Fulda (as) – Neu gestalten, zugänglicher machen und nachverdichten: Im Fuldaer Nordend sind eine Reihe an Maßnahmen im Rahmen des ISEK-Programms vorgesehen. Bei einem Stadtteilrundgang im Nordend wurden die Mitglieder des Bau-Ausschusses der Stadt über das Projekt informiert. Unter anderem soll ein neues Quartierszentrum geschafft werden, wo aktuell noch alte Garagen stehen.

Lilith Stukenberg (links) und Daniel Schreiner gaben Einblicke in die geplante Umgestaltung des Nordends. Foto: Andreas Schellenberg

Projektkoordinatorin Lilith Stukenberg erklärte während des Rundgangs einige Hintergrundinformationen zu den Plänen. Am Stadtteiltreff Nordend verwies sie beispielsweise auf die neuen Sitzgelegenheiten, an welchen die Bürgerschaft verweilen könnte. Stadtbaurat Daniel Schreiner lobte auf dem Weg Bauprojekte zur Nachverdichtung, etwa am Waldschlösschen oder im Bereich „Zeppelingärten“ im Areal. Gänzlich umgestaltet werden soll der Garagenhof zur Magdeburger Straße 25: Dort sei der Standort für das neue Quartierszentrum geplant, welches deutlich mehr Platz für die aktiven Vereine und Menschen bieten soll. Wie Schreiner angab, befänden sich die Pläne noch in der Anfangsphase und mit einer Fertigstellung sei frühestens in vier Jahren zu rechnen. Deutlich schneller soll die Bahnunterführung in der Leipziger Straße als neuer Stadtteileingang gestaltet werden, erläuterte Stukenberg: „Der Eingang wird mit Bildern gestaltet.“ Die Installation der insgesamt 14 Flächen zwischen den Säulen der Unterführung solle noch in diesem Jahr sichtbar werden. Die Stadtverordneten schauten sich ebenfalls die Grünanlage Galgengraben an, welche umgestaltet und dadurch attraktiver für die Menschen gemacht werden soll. Im gleichen Zuge solle auch der Hochwasserschutz vor Ort verbessert werden, ergänzte der Stadtbaurat.

Im Stadtteiltreff fanden sich die Stadtverordneten zur weiteren Ausschusssitzung zusammen. Einstimmig beschlossen wurde unter anderem die Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Fulda für das „Sportgelände Mackenrodtstraße“. Wie Schreiner mitteilte, sollen auf ehemals landwirtschaftlichen Flächen unter anderem zwei neue Fußballplätze geschaffen werden, ein Kunstrasenplatz und ein Rasenplatz. Der Bauausschuss-Vorsitzende Michael Ruppel gab an, dass der bisherige Platz des FV Horas für eine solche Ertüchtigung nicht in Frage komme: „Es gibt kaum bis gar keine Perspektive.“ Ebenfalls einstimmig beschlossen wurden mehrere Anträge, die sich mit der Schaffung von Photovoltaik-Anlagen beschäftigen. Ruppel berichtete zu dem Projekt „Agri-PV-Anlagen am Schindgraben“ eine doppelte Nutzung angestrebt werde. Zum einen solle das rund 16 Hektar große Areal zum Teil mit Johannisbeersträuchern bepflanzt bleiben, zum anderen sollen dort PV-Anlagen errichtet werden. Schreiner lobte hierbei nicht nur die Schaffung einer Energiesicherheit für die nahegelegenen Stadtteile, sondern auch die Lage: „Direkt an der Bahntrasse.“ Die Fraktionen der Grünen, der CDU und von SPD/Volt begrüßten die Planungen. Ein zweites Projekt in Kämmerzell, wo ein Solarpark auf rund 9,4 Hektar entstehen soll, fand ebenfalls Zustimmung. Beide Anlagen sollen, sofern die Materialien rechtzeitig geliefert und installiert werden können, bereits 2026 in Betrieb genommen werden, so Schreiner. Positiv bewertete der Stadtbaurat den Fortschritt beim „Skatepark Fuldaaue“ während der Sitzung. Die Fraktion der Grünen hatten hierzu einen Haushaltsantrag gestellt. „Wir sind endlich auf einer guten Fahrspur“, freute sich Schreiner: „Da entsteht was richtig tolles.“ Der bisherige Fertigstellungstermin am 10. Mai lasse sich aufgrund der Witterung in den vergangenen Wochen nicht mehr halten.

Stadtteilbegehung im Nordend. Fotos: Andreas Schellenberg